Gemeinsame Presseinformation von Studentenwerk Marburg und Philipps-Universität Marburg zur erfolgreichen Fassadenrenovierung am Studentenhaus Erlenring
Montag, 21. Dezember 2009

Blick vom Trojedamm auf die neue Fassade des Studentenhauses Erlenring. Foto: Kristina Lieschke, Studentenwerk Marburg
Die Baumaßnahme „Fassadensanierung Mensa Lahntal“ findet im Rahmen des Konjunkturprogramms II statt. Hier werden besonders Bauvorhaben mit energetischem Hintergrund berücksichtigt.
Mit Erneuerung der Glasfassade erfährt die Gebäudehülle eine deutliche Verbesserung in der Energiebilanz. Durch Verwendung thermisch getrennter (isolierter) Profile und hoch dämmender Isoliergläser werden die Wärmeverluste künftig deutlich reduziert.
Ein weiterer Grund für die Erneuerung der im Ursprung hölzernen Pfosten-Riegel-Konstruktion war der marode Zustand der Holzrahmen, welche durch den fortgeschrittenen Verfallsprozess keine ausreichende Festigkeit mehr boten. Einige der Glasfelder waren durch eindringende Feuchtigkeit bereits undurchsichtig, sodass auch hier Erneuerungsbedarf bestand.
Dank des Konjunkturprogramms II konnte nun der Austausch der verbrauchten Fassade gegen eine zeitgemäße und funktionale Glasfassade stattfinden. Hierzu wurden etwa 850.000 € verausgabt.
Das Studentenhaus Erlenring (Mensa) hat durch diese umfangreiche Baumaßnahme, die durch die großzügige Unterstützung des Landes Hessen im Rahmen des Konjunkturprogrammes möglich wurde, eine deutliche Aufwertung im öffentlichen Erscheinungsbild erfahren. Die gesamte Umsetzung hatte einen sehr positiven Verlauf. Trotz zum Teil erheblicher Belastungen konnte der Betrieb aller Einrichtungen des Studentenwerks aufrecht erhalten werden.
Hier noch einige interessante Daten und bauliche Details:
Insgesamt wurden rund 900 m² Glasfassade verbaut. Diese Zahl beinhaltet die Flächen der Gläser, sowie die Flächen (Ansichten) der Pfosten-Riegel-Konstruktion.
Umgerechnet ergeben sich folgende Gewichte: insgesamt 32 Tonnen Glas und 8 Tonnen Aluminium.
Die neue Fassade erreicht insgesamt einen U-Wert von 1,39 W/(m K), die Gläser ca. 1,0 W/(m K). Die Fassade des Altbestandes erbrachte einen geschätzten U-Wert von ca. 3,0 W/(m K). Der U-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient; je niedriger er ist, desto besser dämmt das Material.
Das Gewicht der größten Scheibe beträgt 291 kg. Diese Gläser wurden im großen Speisesaal verbaut.
Eine Besonderheit der Fassade besteht in der großen Spannweite der freitragenden Aluminiumkonstruktion. Im großen Speisesaal überspannt die Konstruktion in der vertikalen Achse eine Höhe von 6,80 m.
Die Baumaßnahme hat mit dem 17.08.2009 begonnen und wurde mit Abbau der letzten Gerüstflächen in der ersten Dezemberwoche abgeschlossen.
Mit der Planung beauftragt war die Planungsgesellschaft Rohrbach + Schmees aus Gießen.
Die Bauherrenfunktion und die Projektleitung wurden durch die Philipps-Universität Marburg wahrgenommen.
Marburg, 18. Dezember 2009
Ansprechpartnerin:
Kristina Lieschke, Tel. 06421 296-113
(Studentenwerk Marburg, Öffentlichkeitsarbeit)