Finanzielle Hilfen für ausländische Studierende


Stipendien
Das umfangreichste Stipendienprogramm hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). Dort können sich fortgeschrittene Studierende oder Graduierte um ein Stipendium bewerben. Vom DAAD können Sie sich bereits in Ihrem Heimatland über die Stipendienmöglichkeiten in Deutschland beraten lassen, denn der DAAD ist in vielen Ländern durch Außenstellen / Informationszentren oder auch Lektoren an den Hochschulen im Fachbereich Germanistik/Deutsch als Fremdsprache vertreten.

Stiftungen und Begabtenförderungswerke bieten ebenfalls Stipendien für ausländische Studierende an. Die Bedingungen (Voraussetzungen, Förderungsdauer etc.) sind jedoch bei jeder Institution unterschiedlich und dort direkt zu erfragen.

Die deutschen Hochschulen vergeben in Einzelfällen Stipendien an Studierende. Informationen hierzu erteilt Ihnen das Akademische Auslandsamt der Philipps-Universität.


Andere finanzielle Hilfen in Notlagen

International Studierende, die während des Studiums in eine Notlage geraten, können bei der Katholischen bzw. Evangelischen Studierendengemeinde eine einmalige finanzielle Unterstützung beantragen. An manchen Hochschulen haben sich auch private Vereine zur Unterstützung ausländischer Studierender gegründet, die ebenfalls finanzielle Hilfen in Notlagen anbieten. Zu diesen Möglichkeiten berät Sie die Sozialberatung des Studentenwerks Marburg oder das Akademische Auslandsamt der Philipps-Universität.



Staatliche Hilfen

1. BAföG ist die staatliche Ausbildungsförderung für deutsche Studierende. In Ausnahmefällen sind auch ausländische Studierende antragsberechtigt.

Ausländische Studierende können beispielsweise BAföG beantragen, wenn

  • ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder
  • der Ehemann/die Ehefrau die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder
  • der/die Studierende asylberechtigt, heimatlos oder aufgenommener Flüchtling ist oder
  • ein Elternteil innerhalb von sechs Jahren vor Beginn des Studiums drei Jahre in Deutschland rechtmäßig erwerbstätig war oder
  • der/die Studierende vor Beginn des Studiums fünf Jahre in Deutschland rechtmäßig erwerbstätig war

Detaillierte Informationen zum BAföG erhalten direkt beim Studentenwerk Marburg.

2. Ausländische Studierende können in Ausnahmefällen den Bildungskredit  des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Anspruch nehmen.

3. In einzelnen Fällen ist es möglich, Wohngeld (= ein finanzieller Zuschuss zur Miete) oder spezielle Beihilfen für Einkommensschwache (z.B. Brennstoffbeihilfen oder ermäßigte Rundfunk- und Telefongebühren) zu beantragen.
Die Sozialberatung des Studentenwerks Marburg informiert Sie über diese Förderungsmöglichkeiten.


Jobben

Alle ausländischen Studierenden, die nicht aus einem EU/EWR-Staat oder aus der Schweiz kommen und in Deutschland arbeiten wollen, benötigen eine Arbeitserlaubnis. Die Arbeitserlaubnis für ausländische Studierende ermöglicht die Arbeitsaufnahme nur in sehr begrenztem Umfang. Weitere Informationen finden Sie beim Deutschen Studentenwerk

Verantwortlich: Dr. Uwe Grebe - Zuletzt aktualisiert: 4. April 2006