Antrag auf Nachteilsausgleich

a) Antrag auf Verbesserung der Durchschnittsnote
b) Antrag auf Verbesserung der Wartezeit

Diese Anträge können gestellt werden, wenn sich besondere Umstände in einer Person, die diese nicht zu vertreten hat, nachteilig aufdie Durchschnittsnote ausgewirkt haben bzw. den Erwerb der Studienberechtigung verzögert haben und dadurch weniger Wartezeit vorgewiesen werden kann. Nach den Richtlinien der Stiftung für Hochschulzulassung können z.B. folgende Umstände geltend gemacht werden:

  • Längere krankheitsbedingte Abwesenheit vom Unterricht während der letzten drei Jahre vor Erwerb der Hochschulzugangs Berechtigung
  • Schwerbehinderung von 50 oder mehr Prozent
  • Längere schwere Krankheit
  • Sonstige vergleichbare besondere gesundheitliche Umstände
  • Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung auf dem zweiten Bildungsweg

Für den Nachweis dieser Umstände müssen ein fachärztliches Gutachten, der Schwerbehindertenausweis oder der Feststellungsbescheid des Versorgungsamtes bzw. das Abschlusszeugnis des Zweiten Bildungsweges und zusätzlich weitere zum Nachweis geeignete Unterlagen vorgelegt werden.

Allerdings reicht der Nachweis des Umstandes allein für die Begründung des Antrages nicht aus. Es muss zusätzlich nachgewiesen werden, inwiefern der Umstand auf die Abiturdurchschnittsnote Einfluss hatte bzw. den Erwerb der Studienberechtigung verzögert hat und dadurch weniger Wartezeit vorgewiesen werden kann. Geht der Leistungsabfall aus den Zeugnissen nicht eindeutig hervor, muss zusätzlich ein Schulgutachten eingereicht werden.

Verantwortlich: Dr. Uwe Grebe - Zuletzt aktualisiert: 14. Februar 2011