Persönliche Assistenzen

Viele Studierende mit Behinderungen benötigen neben technischen Hilfen auch persönliche Hilfen im Studium: zur Unterstützung in Vorlesungen und Seminaren, zur Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffes, zur Unterstützung im Haushalt und ggf. für Pflegeleistungen.

Studienhelfer/ innen

Studienhelfer/innen sind in der Regel Kommilitonen/innen aus demselben Semester oder aus höheren Semestern. Sie stehen für Assistenzleistungen zur Verfügung, die im Studienalltag notwendig werden. So fertigen sie etwa Mitschriften für Studierende mit Hörbehinderungen an und helfen ihnen, den Stoff einzelner Vorlesungen bzw. Seminare noch einmal aufzuarbeiten.

Mobile Hilfsdienste

Für bestimmte einzelne Assistenzleistungen wie hauswirtschaftliche Dienste, Mahlzeitendienste usw. können Studierende mit Behinderungen auch Organisationen, die sogenannte mobile Hilfsdienste anbieten, in Anspruch nehmen. Allerdings setzen diese in ihrem Hilfsangebot jeweils verschiedene Schwerpunkte. Sie sind sehr unterschiedlich ausgebaut und bieten ihre Assistenzleistungen teilweise nur in unzureichendem Umfang an.

Individuelle Schwerstbehindertenbetreuung durch Zivis

Möglich ist auch die persönliche Assistenz durch ein oder zwei Zivildienstleistende im Rahmen der individuellen Schwerstbehindertenbetreuung (ISB). Voraussetzung ist, dass ein Zivildienstleistender gefunden wird, der die Assistenz übernimmt und dass dieser bei einer anerkannten Beschäftigungsstelle (Verband der freien Wohlfahrtspflege, Behindertenorganisation, u.U. Studentenwerk o.ä.) angestellt wird.

Studierende als Arbeitgeber

Es besteht außerdem die Möglichkeit, persönliche Assistenz selbst zu organisieren und als Arbeitgeber für die Assistent/innen zu fungieren. Dies bedeutet, dass die Assistent/innen selbst gesucht und angelernt werden und die mit der Arbeitgeberfunktion verbundenen Organisations- und Verwaltungsaufgaben selbst übernommen werden.

Verantwortlich: Dr. Uwe Grebe - Zuletzt aktualisiert: 9. August 2011