Glossar

Abkürzungen und Kurzwörter haben überall in unsere Sprache Einzug gehalten. Teilweise sind sie sehr nützlich, weil sie die Kommunikation erleichtern. Damit Sie die Abkürzungen auf unseren Internetseiten leicht verstehen können, haben wir für Sie dieses Glossar zusammengestellt.

A. d. ö. R.
Abkürzung von:
Anstalt des öffentlichen Rechts
AAA
Akronym von:
Akademisches Auslandsamt

In allen größeren Hochschulstädten vorhanden. Kümmert sich vor allem um die Betreuung ausländischer Studierender, gibt aber auch Auskünfte für die, die selbst im Ausland studieren wollen.

ALG II - Sozialhilfe
Definition:

Sozialhilfe gibt es für Studierende grundsätzlich nicht, der Studierendenstatus schließt das aus. Hat man jedoch Kinder, so kann evtl. für diese (ergänzende) Sozialhilfe beantragt werden. Auch wenn man beurlaubt ist, kann auf Sozialhilfe zurückgegriffen werden - bei entsprechend niedrigem Vermögen und Einkommen. Desweiteren gibt es in bestimmten Situationen (die bspw. vom BAföG nicht berücksichtigt werden) Zuschüsse, die man beim Sozialamt beantragen kann.

AStA
Akronym von:
Allgemeiner Studierenden Ausschuss

Selbstverwaltetes hochschulpolitisches Organ der studentischen Mitbestimmung, das jedes Jahr vom Studentenparlament neu gewählt wird. Aufgabe des AStA ist es, die Interessen der Studierenden an einer Hochschule zu vertreten und die Studierenden gleichzeitig zu beraten: bei der Wohnungssuche, dem Studienplatztausch und dem Studienfachwechsel. In Baden-Württemberg und Bayern ist der AStA nur für die musischen, sportlichen und geistigen Belange der Studierenden zuständig. In Baden-Württemberg erfüllt die FachSchaftsKonferenz (FSK) die hochschulpolitischen Aufgaben, in Bayern der Studentische Konvent.

Abitur
Definition:
Schulabschluss der zum Studium an einer Hochschule berechtigt.


Man muss im wesentlichen drei Formen der Hochschulreifen unterscheiden, das Wort Abitur wird nur für eine davon verwendet. Eine der genannten Hochschulreifen ist üblicherweise Zugangsvoraussetzung zum Studium.

Allgemeine Hochschulreife (Abitur): Mit dem Abitur, das an einem Gymnasium (oder über einige andere Wege) erworben wird, gibt es keine Einschränkungen in der Fachwahl. Man kann an allen Hochschulen studieren.

Fachgebundene Hochschulreife: Hier unterscheiden sich die Kriterien, wann sie erworben wird, von Bundesland zu Bundesland leicht. Hier darf man an allen Hochschularten studieren, aber nur in einem bestimmten Bereich. Bei Abschluss einer Technische Oberschule bspw. nur im Bereich Ingenieurwissenschaften. In NRW wurde an den früheren Gesamthochschulen eine fachgebundene Hochschulreife auch erworben, wenn man bei Studiengängen, die mit FH-Reife offenstanden, das Vordiplom erreicht hat.

Fachhochschulreife (FH-Reife): Auch hier leichte Unterschiede von Bundesland zu Bundesland. Eine Möglichkeit ist der erfolgreiche Besuch eines Gymnasiums bis ein Jahr vor dem Abitur und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Man kann nur an Fachhochschulen, nicht aber an Universitäten studieren.

AdH
Abkürzung von:
Auswahlverfahren der Hochschulen

Seit dem ZVS-Verfahren für die Vergabe der Studienplätze im Wintersemester 2005/2006 dürfen die Hochschulen 60% des Studienplätze nach eigenen Kriterien vergeben (d.h. die ZVS verwaltet nur noch die Anträge). Die meisten haben die Auswahl der Einfachheit halber doch wieder der ZVS überlassen, alle Hochschulen aus Baden-Württemberg (und einige weitere aus anderen Bundesländern) haben aber wirklich Gebrauch davon gemacht, nicht nur die Abi-Durchschnittsnote sondern weitere Kriterien einzubringen.

Allgemeine Zulassungsbeschränkung
Definition:

Gibt's bei Studiengängen, auf die sich deutlich mehr bewerben, als Studienplätze vorhanden sind. Die Studienplätze werden dann durch ein Auswahlverfahren vergeben - was sehr nervenaufreibend sein kann.

Alumni
Definition:

(lat. Alumnus, Plural Alumni, "Zöglinge" eines Alumnats, also eines Heims, in dem z.B. Schüler beherbergt und erzogen wurden; für Absolventinnen wird die weibliche Form Alumna, Plural Almnae gebildet), heute als Bezeichnung für ehemalige Studierende verwendet. Die Hochschulen bemühen sich inzwischen sehr stark um die "Ehemaligen". Zum einen versprechen sie sich davon, den eigenen Ruf zu verbessern, zum anderen sind natürlich langfristig Ehemalige auch in entsprechenden beruflichen oder politischen Positionen, dass sie sich für die entsprechende Hochschule erfolgreich einsetzen könnten. Und das tun sie eher, wenn sie gut betreut wurden und werden ;-)

Audimax
Abkürzung von:
Auditorium Maximum

Bezeichnung für den größten Hörsaal einer Hochschule.

Aufbaustudium
Definition:

Dieses schließt sich an ein fertiges Studium an und dient zur Erweiterung, Ergänzung oder Vertiefung (z.B. Angewandte Kulturwissenschaften). Meist vier Semester lang.

Aushang
Definition:

Viele Informationen werden auch heute noch (trotz Internet ;-) über Aushänge an den Hochschulen bekanntgegeben. Meist gibt es dafür Schwarze Bretter, an denen sich dann Prüfungstermine, Rückmeldetermine, Sprechzeiten von Professorinnen und Professoren oder auch die Ergbnisse der letzten Klausur finden.

Auslands-BAföG
Definition:

Wer im Inland dem Grunde nach einen BAföG- Anspruch hat, kann bei Vorliegen der erforderlichen Voraussetzungen auch im Ausland gefördert werden, und zwar außerhalb der EU maximal ein Jahr lang und innerhalb der EU bis zum Abschluss der Ausbildung. Die Förderbeträge liegen, jedenfalls bei Auslandsaufenthalten außerhalb der EU, aufgrund weiterer Zuschläge regelmäßig höher als im Inland, so dass auch diejenigen einen Antrag stellen sollten, die im Inland kein BAföG bekommen, weil ihre Eltern zu viel verdienen.

Auslandssemester (bis zu einem Jahr) bleiben bei der Förderungshöchstdauer im Rahmen der Inlandsausbildung in der Regel unberücksichtigt, werden also zusätzlich gefördert.

Auslandsstudium
Definition:

Wer im Ausland studieren oder ein Praktikum machen will, sollte das rechtzeitig planen. Meist ist es in irgendeiner Form notwendig, Sprachkenntnisse nachzuweisen. Manche Hochschulen haben gute Kontakte zu Hochschulen in einigen Ländern, wer dort hingeht, muss sich meist um nicht ganz so viel kümmern und die Anerkennung von Studienleistungen ist problemloser. Viele weitere Infos gibt's zum Thema bei: www.studis-online.de/Studieren/Auslandsstudium/

Auswahlverfahren
Definition:


Bei Studienfächer, für die es zu wenige Studienplätze gibt, wird ein Auswahlverfahren angewandt. Entweder muss man sich bundesweit zentral bei der ZVS bewerben oder lokal an den gewünschten Hochschulen.

Es können neben der Berücksichtigung der Noten und der Wartezeit auch Aufnahmetests oder Auswahlgespräche eingesetzt werden. Inzwischen dürfen die Hochschulen in einigen Bundesländern ein Teil der Studierenden selbst auswählen (vorher wurde das allein durch die Abi-Noten bzw. die Wartezeit geregelt), auch dazu werden oft Tests eingesetzt. Auch bei der Vergabe über die ZVS können die Hochschulen nun selbst die Auswahl mitsteuern - siehe Auswahlverfahren der Hochschulen

Eignungsprüfungen werden an allen Musik- und Kunsthochschulen eingesetzt, da nur musisch bzw. künstlerisch 'Begabte' zugelassen werden sollen.

Verantwortlich: Hans-Heinrich Emmerich