Glossar

Abkürzungen und Kurzwörter haben überall in unsere Sprache Einzug gehalten. Teilweise sind sie sehr nützlich, weil sie die Kommunikation erleichtern. Damit Sie die Abkürzungen auf unseren Internetseiten leicht verstehen können, haben wir für Sie dieses Glossar zusammengestellt.

B.A.
Abkürzung von:
Bachelor of Arts

Der Bachelor-Abschluss für i.a. geistes- und sozialwissenschaftliche Studiengänge.

BA
Abkürzung von:
Bachelor

Früher vor allem im englischsprachigem Ausland, wird der Bachelor seit Ende der 1990er-Jahre auch in Deutschland eingeführt. Bis 2010 sollen alle Diplom- und Magister-Studiengänge durch solche mit Bachelor/Master-Abschluss ersetzt werden (sogenannter Bologna-Prozess).

Der Bachelor soll - so jedenfalls die Idee - in einem Kurzstudiengang insbesondere für einen Beruf außerhalb der Hochschule qualifizieren, also "praxisnah" sein.

In Frankreich wird mit "Bakkalaurat" übrigens das dortige Abitur bezeichnet. Manche Hochschulen vergeben - gegen den englisch-sprachigen Trend ;-) - auch einen "Baccalaureus Artium".

Im Mittelalter stand baccalaria für niedriger Gefolgsmann, Knappe.

BASS
Akronym von:
Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten bei der GEW

Zusammenschluß der Studierenden innerhalb dieser Gewerkschaft. Siehe auch GEW.

WWW: www.bass.gew.de

BAT
Akronym von:
Bundesangestellten Tarifvertrag

Dieser Tarifvertrag gilt für Arbeitnehmer

  • des Bundes mit Ausnahme des Bundeseisenbahnvermögens,
  • der Länder und der sonstigen Mitglieder der Arbeitgeberverbände, die der Tarifgemeinschaft deutscher Länder angehören, sowie der Stadtgemeinde Bremen,
  • der Mitglieder der Arbeitgeberverbände, die der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände angehören,

die in einer der Rentenversicherung der Angestellten unterliegenden Beschäftigung tätig sind (Angestellte).

BAföG
Akronym von:
Bundesausbildungsförderungsgesetz

Staatliche finanzielle Förderung von Studierenden, Auszubildenden und Schülerinnen. War in den 70er Jahren eingeführt worden, um auch Menschen aus finanziell schwächeren Schichten den Hochschulzugang zu ermöglichen.
Zeitweise erhielten bis zu 40% eines Jahrgangs BAföG. Heutige Förderungsquote nur noch um die 10% - und desmzufolge steigt auch der Anteil der Studis aus wohlhabenden Familen auf Kosten der weniger wohlhabenden.
Viele Infos rund ums BAföG, wieviel es geben kann und für wen, gibt's auf nachfolgender Domain - mit BAföG-Forum und dem bekannten BAföG-Rechner zum Abschätzen des eigenen BAföG-Anspruchs.


BAföG-Antrag
Definition:

Ausbildungsförderung muss schriftlich beim zuständigen BAföG-Amt beantragt werden.

Dafür werden zahlreiche Formblätter zur Verfügung gestellt. Die Antragstellung sollte frühzeitig erfolgen, weil die Bearbeitung länger dauern kann. Der Antrag kann zu beliebiger Zeit auch erst während der Ausbildung erstmals gestellt werden. Allerdings erwachsen dem Auszubildenden daraus keine Vorteile. Es gibt weder rückwirkend Leistungen, noch lassen sich z. B. die Regelungen zum Fachrichtungswechsel auf diese Art und Weise umgehen.

Das Amt entscheidet in der Regel für ein Jahr (= Bewilligungszeitraum) über die Förderung, was zur Folge hat, dass jedes Jahr erneut ein Antrag gestellt werden muss. Die Entscheidung über den Antrag erfolgt in Form eines schriftlichen Bescheids. Liegt ein Folgeantrag zwei Monate vor Ende des Bewilligungszeitraums vor, erfolgt auf jeden Fall eine lückenlose Weiterförderung (notfalls wird auf der Grundlage des früheren Bescheids die Förderung unter dem Vorbehalt der Rückforderung fortgesetzt).

Neben dem „normalen“ BAföG-Antrag können weitere Anträge gestellt werden, z. B. auf Vorabentscheid, auf Vorausleistungen oder auf Aktualisierung des Zeitraums für die Einkommensanrechnung.

Mehr dazu: www.bafoeg-rechner.de/FAQ/antragstellung.php

BAföG-Bedarf
Definition:

Hat man grundsätzlich Anrecht auf BAföG, bestimmt das Amt zunächst den sogenannten Bedarf. Dieser ist die Grundlage für die weitere Berechnung des BAföG.

Der Bedarf setzt sich im Idealfall aus einem Grundbetrag, einem Erhöhungsbetrag für die Unterkunft und einem Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag zusammen. Die Höhe hängt davon ab, ob es sich um Schüler- oder Studierenden- BAföG handelt und ob der/die Auszubildende während der Ausbildung bei den Eltern wohnt oder nicht. Der ermittelte Bedarf ist der höchste Betrag, der als Förderleistung in Betracht kommt, sofern keine Einkommens- und/oder Vermögensanrechnung mehr erfolgt.

Mehr dazu: www.bafoeg-rechner.de/FAQ/bafoeg-bedarf.php

BAföG-Höchstsatz
Definition:

Der BAföG-Höchstsatz beträgt zur Zeit 670 €.

BAföG in dieser Höhe bekommt man aber nur als selbst kranken- und pflegeversicherte Person, die nicht bei den Eltern wohnt. Dazu kommt natürlich, dass die Eltern entsprechend wenig Einkommen haben müssen und nur geringes eigenes vorliegt. Und noch einige Bedingungen mehr. Wirklich den Höchstsatz ausgezahlt bekommen daher nur wenige.

Mehr dazu: www.bafoeg-rechner.de/FAQ/bafoeg-bedarf.php

BEng
Abkürzung von:
Bachelor of Engineering

Der Bachelor-Abschluss in den Ingenieurswissenschaften

BLK
Abkürzung von:
Bund-Länder-Kommission

1970 durch ein Verwaltungsabkommen zwischen Bund und Ländern gegründet. Die BLK gibt den Regierungschefs des Bundes und der Länder Empfehlungen zur Bildungsplanung und Forschungsförderung. In Sachen Bildung haben die Länder große Unabhängigkeit (deshalb gibt es ja z.B. auch nur ein HochschulRAHMENgesetz auf Bundesebene, Details regeln die Ländern in eigenen Gesetzen). Trotzdem ist es natürlich im Interesse aller, dass z.B. Abschlüsse (Abitur, Diplome etc.) in allen Bundesländern anerkannt werden. Die BLK trägt auch hierzu durch Absprachen und Empfehlungen bei.

BSc
Abkürzung von:
Bachelor of Science

Der Bachelor-Abschluss für naturwissenschaftliche Studiengänge.

Bei wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen kann es einen Bachelor of Science oder einen Bachelor of Arts geben. Nach der FIBAA-Akkreditierungskommission wäre ein Bachelor of Science bei wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen angebracht, "wenn nachgewiesen werden kann, dass quantitative betriebs- und volkswirtschaftliche Methoden/Fragestellungen in signifikanter Weise zum Einsatz kommen und den Studiengang prägen."


BWZ
Abkürzung von:
Bewilligungszeitraum

Das BAföG wird immer nur für einen begrenzten Zeitraum gewährt - den Bewilligungszeitraum. Zwei Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraums ist ein Folgeantrag zu stellen, wenn eine Unterbrechung der Zahlungen verhindert werden soll.

Üblicherweise wird der BWZ vom Amt auf 12 Monate festgesetzt. Das ist immer dann der Fall, wenn man den Antrag rechtzeitig zu Beginn des Studiums (oder der Ausbildung) gestellt hat. Sonst wird der BWZ so gewählt, dass er mit einem Semester bzw. Schulhalbjahr endet.

Der BWZ wird auch dann verkürzt, wenn sich die Förderungsart nach kürzerer Zeit als 12 Monaten ändert: Das ist vor allem mit Ablauf der Förderungshöchstdauer der Fall. Danach kann man nur noch ein verzinstes Bankdarlehen erhalten.

Belegen
Definition:

Wenn man eine Veranstaltung belegt hat, heißt das, dass man diese besucht und dies im Studienbuch eingetragen hat.

Besoldung
Definition:

ProfessorInnen werden nach der C-Besoldung bezahlt, sie ist von C 1 (HochschulassistentIn) bis C 4 (ordentl. ProfessorIn / Ordinarius) gestaffelt. Bisher war das Gehalt fest, in Zukunft soll es auch Leisungszuschläge geben. Viele ProfessorInnen haben sich aber vor allem durch Nebentätigkeiten für externe Auftraggeber ein gutes Zubrot verdient (z.B. Gutachten für Firmen). Von diesen Geldern fällt meist kaum etwas für die Hochschule ab, obwohl meist Einrichtungen der Hochschule mitgenutzt werden (z.B. das Sekretariat).

Bib
Abkürzung von:
Bibliothek

Jede Hochschule hat mindestens eine zentrale Bibliothek, meist gibt es aber noch weitere kleinere in Instituten. Eine Linkliste mit großen Hochschul-Bibliotheken findet Ihr auf der angegebenen Seite.

Bildungsfonds
Definition:

Möglichkeit der Finanzierung des Lebensunterhalts während des Studium und/oder möglicher Studiengebühren. Ein Fonds finanziert diese Kosten für den Studenten vor, der muss dann später einkommensabhängig oder in festen Raten für eine bestimmte Zeit zurückzahlen. Teilweise hohe Hürden, um überhaupt in den Genuß kommen zu können und bisher nur für sehr wenige Studierende zugänglich. Details siehe den verlinkten Artikel.

Bildungsguthaben - Langzeitstudiengebühren
Definition:

Langzeitstudiengebühren wurden zunächst in Baden-Württemberg einngeführt, es gibt inzwischen aber kaum noch Bundesländer "ohne". Zwar teilweise unter anderem Namen (Studienkonten), aber letztlich geht es im Kern immer darum, ein langes Studium zu bestrafen. Weil sich Gebühren immer noch unschön anhören, sprechen die Politiker gern auch vom "Bildungsguthaben". Das sind die Semester, die man ohne Gebühren studieren darf. Und danach kostet's ...
Mehr dazu: www.studis-online.de/StudInfo/Gebuehren/

Bildungskredit
Definition:

Neben und unabhängig vom BAföG gibt es seit 1.4.2001 für Auszubildende in einer fortgeschrittenen Ausbildungsphase die Möglichkeit, beim Bundesverwaltungsamt einen günstigen Kredit zu beantragen, ausgezahlt wird er dann von der KfW Förderbank. Gezahlt werden können in einem Ausbildungsabschnitt bis zu 7.200 Euro (24 Monatsraten zu je 300 Euro). Die Kreditgewährung setzt voraus, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Vier Jahre nach Zahlung der ersten Rate beginnt die Rückzahlung des Kredits.

Mehr dazu: www.bafoeg-rechner.de/FAQ/bildungskredit.php

Blockseminar
Definition:
Blockveranstaltung

Eine Blockveranstaltung findet in einem Stück statt, oft werden z.B. Seminare statt mit einem wöchentlichen Vortragsseminar am Ende des Semester im Block durchgeführt.

Verantwortlich: Arne Kauffmann