Glossar

Abkürzungen und Kurzwörter haben überall in unsere Sprache Einzug gehalten. Teilweise sind sie sehr nützlich, weil sie die Kommunikation erleichtern. Damit Sie die Abkürzungen auf unseren Internetseiten leicht verstehen können, haben wir für Sie dieses Glossar zusammengestellt.

A. d. ö. R.
Abkürzung von:
Anstalt des öffentlichen Rechts
AAA
Akronym von:
Akademisches Auslandsamt

In allen größeren Hochschulstädten vorhanden. Kümmert sich vor allem um die Betreuung ausländischer Studierender, gibt aber auch Auskünfte für die, die selbst im Ausland studieren wollen.

ALG II - Sozialhilfe
Definition:

Sozialhilfe gibt es für Studierende grundsätzlich nicht, der Studierendenstatus schließt das aus. Hat man jedoch Kinder, so kann evtl. für diese (ergänzende) Sozialhilfe beantragt werden. Auch wenn man beurlaubt ist, kann auf Sozialhilfe zurückgegriffen werden - bei entsprechend niedrigem Vermögen und Einkommen. Desweiteren gibt es in bestimmten Situationen (die bspw. vom BAföG nicht berücksichtigt werden) Zuschüsse, die man beim Sozialamt beantragen kann.

AStA
Akronym von:
Allgemeiner Studierenden Ausschuss

Selbstverwaltetes hochschulpolitisches Organ der studentischen Mitbestimmung, das jedes Jahr vom Studentenparlament neu gewählt wird. Aufgabe des AStA ist es, die Interessen der Studierenden an einer Hochschule zu vertreten und die Studierenden gleichzeitig zu beraten: bei der Wohnungssuche, dem Studienplatztausch und dem Studienfachwechsel. In Baden-Württemberg und Bayern ist der AStA nur für die musischen, sportlichen und geistigen Belange der Studierenden zuständig. In Baden-Württemberg erfüllt die FachSchaftsKonferenz (FSK) die hochschulpolitischen Aufgaben, in Bayern der Studentische Konvent.

Abitur
Definition:
Schulabschluss der zum Studium an einer Hochschule berechtigt.


Man muss im wesentlichen drei Formen der Hochschulreifen unterscheiden, das Wort Abitur wird nur für eine davon verwendet. Eine der genannten Hochschulreifen ist üblicherweise Zugangsvoraussetzung zum Studium.

Allgemeine Hochschulreife (Abitur): Mit dem Abitur, das an einem Gymnasium (oder über einige andere Wege) erworben wird, gibt es keine Einschränkungen in der Fachwahl. Man kann an allen Hochschulen studieren.

Fachgebundene Hochschulreife: Hier unterscheiden sich die Kriterien, wann sie erworben wird, von Bundesland zu Bundesland leicht. Hier darf man an allen Hochschularten studieren, aber nur in einem bestimmten Bereich. Bei Abschluss einer Technische Oberschule bspw. nur im Bereich Ingenieurwissenschaften. In NRW wurde an den früheren Gesamthochschulen eine fachgebundene Hochschulreife auch erworben, wenn man bei Studiengängen, die mit FH-Reife offenstanden, das Vordiplom erreicht hat.

Fachhochschulreife (FH-Reife): Auch hier leichte Unterschiede von Bundesland zu Bundesland. Eine Möglichkeit ist der erfolgreiche Besuch eines Gymnasiums bis ein Jahr vor dem Abitur und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Man kann nur an Fachhochschulen, nicht aber an Universitäten studieren.

AdH
Abkürzung von:
Auswahlverfahren der Hochschulen

Seit dem ZVS-Verfahren für die Vergabe der Studienplätze im Wintersemester 2005/2006 dürfen die Hochschulen 60% des Studienplätze nach eigenen Kriterien vergeben (d.h. die ZVS verwaltet nur noch die Anträge). Die meisten haben die Auswahl der Einfachheit halber doch wieder der ZVS überlassen, alle Hochschulen aus Baden-Württemberg (und einige weitere aus anderen Bundesländern) haben aber wirklich Gebrauch davon gemacht, nicht nur die Abi-Durchschnittsnote sondern weitere Kriterien einzubringen.

Allgemeine Zulassungsbeschränkung
Definition:

Gibt's bei Studiengängen, auf die sich deutlich mehr bewerben, als Studienplätze vorhanden sind. Die Studienplätze werden dann durch ein Auswahlverfahren vergeben - was sehr nervenaufreibend sein kann.

Alumni
Definition:

(lat. Alumnus, Plural Alumni, "Zöglinge" eines Alumnats, also eines Heims, in dem z.B. Schüler beherbergt und erzogen wurden; für Absolventinnen wird die weibliche Form Alumna, Plural Almnae gebildet), heute als Bezeichnung für ehemalige Studierende verwendet. Die Hochschulen bemühen sich inzwischen sehr stark um die "Ehemaligen". Zum einen versprechen sie sich davon, den eigenen Ruf zu verbessern, zum anderen sind natürlich langfristig Ehemalige auch in entsprechenden beruflichen oder politischen Positionen, dass sie sich für die entsprechende Hochschule erfolgreich einsetzen könnten. Und das tun sie eher, wenn sie gut betreut wurden und werden ;-)

Audimax
Abkürzung von:
Auditorium Maximum

Bezeichnung für den größten Hörsaal einer Hochschule.

Aufbaustudium
Definition:

Dieses schließt sich an ein fertiges Studium an und dient zur Erweiterung, Ergänzung oder Vertiefung (z.B. Angewandte Kulturwissenschaften). Meist vier Semester lang.

Auslands-BAföG
Definition:

Wer im Inland dem Grunde nach einen BAföG- Anspruch hat, kann bei Vorliegen der erforderlichen Voraussetzungen auch im Ausland gefördert werden, und zwar außerhalb der EU maximal ein Jahr lang und innerhalb der EU bis zum Abschluss der Ausbildung. Die Förderbeträge liegen, jedenfalls bei Auslandsaufenthalten außerhalb der EU, aufgrund weiterer Zuschläge regelmäßig höher als im Inland, so dass auch diejenigen einen Antrag stellen sollten, die im Inland kein BAföG bekommen, weil ihre Eltern zu viel verdienen.

Auslandssemester (bis zu einem Jahr) bleiben bei der Förderungshöchstdauer im Rahmen der Inlandsausbildung in der Regel unberücksichtigt, werden also zusätzlich gefördert.

Auslandsstudium
Definition:

Wer im Ausland studieren oder ein Praktikum machen will, sollte das rechtzeitig planen. Meist ist es in irgendeiner Form notwendig, Sprachkenntnisse nachzuweisen. Manche Hochschulen haben gute Kontakte zu Hochschulen in einigen Ländern, wer dort hingeht, muss sich meist um nicht ganz so viel kümmern und die Anerkennung von Studienleistungen ist problemloser. Viele weitere Infos gibt's zum Thema bei: www.studis-online.de/Studieren/Auslandsstudium/

Auswahlverfahren
Definition:


Bei Studienfächer, für die es zu wenige Studienplätze gibt, wird ein Auswahlverfahren angewandt. Entweder muss man sich bundesweit zentral bei der ZVS bewerben oder lokal an den gewünschten Hochschulen.

Es können neben der Berücksichtigung der Noten und der Wartezeit auch Aufnahmetests oder Auswahlgespräche eingesetzt werden. Inzwischen dürfen die Hochschulen in einigen Bundesländern ein Teil der Studierenden selbst auswählen (vorher wurde das allein durch die Abi-Noten bzw. die Wartezeit geregelt), auch dazu werden oft Tests eingesetzt. Auch bei der Vergabe über die ZVS können die Hochschulen nun selbst die Auswahl mitsteuern - siehe Auswahlverfahren der Hochschulen

Eignungsprüfungen werden an allen Musik- und Kunsthochschulen eingesetzt, da nur musisch bzw. künstlerisch 'Begabte' zugelassen werden sollen.

B.A.
Abkürzung von:
Bachelor of Arts

Der Bachelor-Abschluss für i.a. geistes- und sozialwissenschaftliche Studiengänge.

BA
Abkürzung von:
Bachelor

Früher vor allem im englischsprachigem Ausland, wird der Bachelor seit Ende der 1990er-Jahre auch in Deutschland eingeführt. Bis 2010 sollen alle Diplom- und Magister-Studiengänge durch solche mit Bachelor/Master-Abschluss ersetzt werden (sogenannter Bologna-Prozess).

Der Bachelor soll - so jedenfalls die Idee - in einem Kurzstudiengang insbesondere für einen Beruf außerhalb der Hochschule qualifizieren, also "praxisnah" sein.

In Frankreich wird mit "Bakkalaurat" übrigens das dortige Abitur bezeichnet. Manche Hochschulen vergeben - gegen den englisch-sprachigen Trend ;-) - auch einen "Baccalaureus Artium".

Im Mittelalter stand baccalaria für niedriger Gefolgsmann, Knappe.

BASS
Akronym von:
Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten bei der GEW

Zusammenschluß der Studierenden innerhalb dieser Gewerkschaft. Siehe auch GEW.

WWW: www.bass.gew.de

BAT
Akronym von:
Bundesangestellten Tarifvertrag

Dieser Tarifvertrag gilt für Arbeitnehmer

  • des Bundes mit Ausnahme des Bundeseisenbahnvermögens,
  • der Länder und der sonstigen Mitglieder der Arbeitgeberverbände, die der Tarifgemeinschaft deutscher Länder angehören, sowie der Stadtgemeinde Bremen,
  • der Mitglieder der Arbeitgeberverbände, die der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände angehören,

die in einer der Rentenversicherung der Angestellten unterliegenden Beschäftigung tätig sind (Angestellte).

BAföG
Akronym von:
Bundesausbildungsförderungsgesetz

Staatliche finanzielle Förderung von Studierenden, Auszubildenden und Schülerinnen. War in den 70er Jahren eingeführt worden, um auch Menschen aus finanziell schwächeren Schichten den Hochschulzugang zu ermöglichen.
Zeitweise erhielten bis zu 40% eines Jahrgangs BAföG. Heutige Förderungsquote nur noch um die 10% - und desmzufolge steigt auch der Anteil der Studis aus wohlhabenden Familen auf Kosten der weniger wohlhabenden.
Viele Infos rund ums BAföG, wieviel es geben kann und für wen, gibt's auf nachfolgender Domain - mit BAföG-Forum und dem bekannten BAföG-Rechner zum Abschätzen des eigenen BAföG-Anspruchs.


BAföG-Antrag
Definition:

Ausbildungsförderung muss schriftlich beim zuständigen BAföG-Amt beantragt werden.

Dafür werden zahlreiche Formblätter zur Verfügung gestellt. Die Antragstellung sollte frühzeitig erfolgen, weil die Bearbeitung länger dauern kann. Der Antrag kann zu beliebiger Zeit auch erst während der Ausbildung erstmals gestellt werden. Allerdings erwachsen dem Auszubildenden daraus keine Vorteile. Es gibt weder rückwirkend Leistungen, noch lassen sich z. B. die Regelungen zum Fachrichtungswechsel auf diese Art und Weise umgehen.

Das Amt entscheidet in der Regel für ein Jahr (= Bewilligungszeitraum) über die Förderung, was zur Folge hat, dass jedes Jahr erneut ein Antrag gestellt werden muss. Die Entscheidung über den Antrag erfolgt in Form eines schriftlichen Bescheids. Liegt ein Folgeantrag zwei Monate vor Ende des Bewilligungszeitraums vor, erfolgt auf jeden Fall eine lückenlose Weiterförderung (notfalls wird auf der Grundlage des früheren Bescheids die Förderung unter dem Vorbehalt der Rückforderung fortgesetzt).

Neben dem „normalen“ BAföG-Antrag können weitere Anträge gestellt werden, z. B. auf Vorabentscheid, auf Vorausleistungen oder auf Aktualisierung des Zeitraums für die Einkommensanrechnung.

Mehr dazu: www.bafoeg-rechner.de/FAQ/antragstellung.php

BAföG-Bedarf
Definition:

Hat man grundsätzlich Anrecht auf BAföG, bestimmt das Amt zunächst den sogenannten Bedarf. Dieser ist die Grundlage für die weitere Berechnung des BAföG.

Der Bedarf setzt sich im Idealfall aus einem Grundbetrag, einem Erhöhungsbetrag für die Unterkunft und einem Kranken- und Pflegeversicherungszuschlag zusammen. Die Höhe hängt davon ab, ob es sich um Schüler- oder Studierenden- BAföG handelt und ob der/die Auszubildende während der Ausbildung bei den Eltern wohnt oder nicht. Der ermittelte Bedarf ist der höchste Betrag, der als Förderleistung in Betracht kommt, sofern keine Einkommens- und/oder Vermögensanrechnung mehr erfolgt.

Mehr dazu: www.bafoeg-rechner.de/FAQ/bafoeg-bedarf.php

BAföG-Höchstsatz
Definition:

Der BAföG-Höchstsatz beträgt zur Zeit 670 €.

BAföG in dieser Höhe bekommt man aber nur als selbst kranken- und pflegeversicherte Person, die nicht bei den Eltern wohnt. Dazu kommt natürlich, dass die Eltern entsprechend wenig Einkommen haben müssen und nur geringes eigenes vorliegt. Und noch einige Bedingungen mehr. Wirklich den Höchstsatz ausgezahlt bekommen daher nur wenige.

Mehr dazu: www.bafoeg-rechner.de/FAQ/bafoeg-bedarf.php

BEng
Abkürzung von:
Bachelor of Engineering

Der Bachelor-Abschluss in den Ingenieurswissenschaften

BLK
Abkürzung von:
Bund-Länder-Kommission

1970 durch ein Verwaltungsabkommen zwischen Bund und Ländern gegründet. Die BLK gibt den Regierungschefs des Bundes und der Länder Empfehlungen zur Bildungsplanung und Forschungsförderung. In Sachen Bildung haben die Länder große Unabhängigkeit (deshalb gibt es ja z.B. auch nur ein HochschulRAHMENgesetz auf Bundesebene, Details regeln die Ländern in eigenen Gesetzen). Trotzdem ist es natürlich im Interesse aller, dass z.B. Abschlüsse (Abitur, Diplome etc.) in allen Bundesländern anerkannt werden. Die BLK trägt auch hierzu durch Absprachen und Empfehlungen bei.

BSc
Abkürzung von:
Bachelor of Science

Der Bachelor-Abschluss für naturwissenschaftliche Studiengänge.

Bei wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen kann es einen Bachelor of Science oder einen Bachelor of Arts geben. Nach der FIBAA-Akkreditierungskommission wäre ein Bachelor of Science bei wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen angebracht, "wenn nachgewiesen werden kann, dass quantitative betriebs- und volkswirtschaftliche Methoden/Fragestellungen in signifikanter Weise zum Einsatz kommen und den Studiengang prägen."


BWZ
Abkürzung von:
Bewilligungszeitraum

Das BAföG wird immer nur für einen begrenzten Zeitraum gewährt - den Bewilligungszeitraum. Zwei Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraums ist ein Folgeantrag zu stellen, wenn eine Unterbrechung der Zahlungen verhindert werden soll.

Üblicherweise wird der BWZ vom Amt auf 12 Monate festgesetzt. Das ist immer dann der Fall, wenn man den Antrag rechtzeitig zu Beginn des Studiums (oder der Ausbildung) gestellt hat. Sonst wird der BWZ so gewählt, dass er mit einem Semester bzw. Schulhalbjahr endet.

Der BWZ wird auch dann verkürzt, wenn sich die Förderungsart nach kürzerer Zeit als 12 Monaten ändert: Das ist vor allem mit Ablauf der Förderungshöchstdauer der Fall. Danach kann man nur noch ein verzinstes Bankdarlehen erhalten.

Belegen
Definition:

Wenn man eine Veranstaltung belegt hat, heißt das, dass man diese besucht und dies im Studienbuch eingetragen hat.

Besoldung
Definition:

ProfessorInnen werden nach der C-Besoldung bezahlt, sie ist von C 1 (HochschulassistentIn) bis C 4 (ordentl. ProfessorIn / Ordinarius) gestaffelt. Bisher war das Gehalt fest, in Zukunft soll es auch Leisungszuschläge geben. Viele ProfessorInnen haben sich aber vor allem durch Nebentätigkeiten für externe Auftraggeber ein gutes Zubrot verdient (z.B. Gutachten für Firmen). Von diesen Geldern fällt meist kaum etwas für die Hochschule ab, obwohl meist Einrichtungen der Hochschule mitgenutzt werden (z.B. das Sekretariat).

Bib
Abkürzung von:
Bibliothek

Jede Hochschule hat mindestens eine zentrale Bibliothek, meist gibt es aber noch weitere kleinere in Instituten. Eine Linkliste mit großen Hochschul-Bibliotheken findet Ihr auf der angegebenen Seite.

Bildungsfonds
Definition:

Möglichkeit der Finanzierung des Lebensunterhalts während des Studium und/oder möglicher Studiengebühren. Ein Fonds finanziert diese Kosten für den Studenten vor, der muss dann später einkommensabhängig oder in festen Raten für eine bestimmte Zeit zurückzahlen. Teilweise hohe Hürden, um überhaupt in den Genuß kommen zu können und bisher nur für sehr wenige Studierende zugänglich. Details siehe den verlinkten Artikel.

Bildungsguthaben - Langzeitstudiengebühren
Definition:

Langzeitstudiengebühren wurden zunächst in Baden-Württemberg einngeführt, es gibt inzwischen aber kaum noch Bundesländer "ohne". Zwar teilweise unter anderem Namen (Studienkonten), aber letztlich geht es im Kern immer darum, ein langes Studium zu bestrafen. Weil sich Gebühren immer noch unschön anhören, sprechen die Politiker gern auch vom "Bildungsguthaben". Das sind die Semester, die man ohne Gebühren studieren darf. Und danach kostet's ...
Mehr dazu: www.studis-online.de/StudInfo/Gebuehren/

Bildungskredit
Definition:

Neben und unabhängig vom BAföG gibt es seit 1.4.2001 für Auszubildende in einer fortgeschrittenen Ausbildungsphase die Möglichkeit, beim Bundesverwaltungsamt einen günstigen Kredit zu beantragen, ausgezahlt wird er dann von der KfW Förderbank. Gezahlt werden können in einem Ausbildungsabschnitt bis zu 7.200 Euro (24 Monatsraten zu je 300 Euro). Die Kreditgewährung setzt voraus, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Vier Jahre nach Zahlung der ersten Rate beginnt die Rückzahlung des Kredits.

Mehr dazu: www.bafoeg-rechner.de/FAQ/bildungskredit.php

Blockseminar
Definition:
Blockveranstaltung

Eine Blockveranstaltung findet in einem Stück statt, oft werden z.B. Seminare statt mit einem wöchentlichen Vortragsseminar am Ende des Semester im Block durchgeführt.

C.T.
Abkürzung von:
cum tempore

Beginn der Vorlesung oder Veranstaltung 15 Minuten nach der angekündigten Zeit; auch als sog. Akademisches Viertel bekannt. Beginnt eine Veranstaltung zur vollen Stunde, wird das mit dem Vermerk "s.t. - sine tempore" angekündigt.

Heißt es also 8 Uhr c.t., dann ist 8.15 Uhr gemeint. Keinesfalls sollte man 8.00 Uhr c.t. schreiben!

Cafeteria
Definition:

Im Gegensatz zur Mensa werden hier nur kleine Speisen oder Salate angeboten. Ansonsten gibt es aber meist alles, was man von einem Cafe erwartet. Die Cafeteria ist meist länger als die Mensa geöffnet und wird vom Studentenwerk betrieben.

Campus

Hochschulgelände. Wird von einer Campus-Uni gesprochen, befinden sich meist alle zur Uni gehörenden Gebäude auf einem Gelände und sind nicht in der Stadt verstreut.

Curriculum
Definition:

Organisatorische und inhaltliche Struktur des Studiums

D.H.
Abkürzung von:
das heißt - geschrieben: d.h.
DAAD
Akronym von:
Deutscher Akademischer Auslandsdienst

Wer im Ausland studieren will oder umgekehrt nach Deutschland zum Studieren kommen will, der oder die wendet sich am besten an den DAAD. Er vermittelt Auslandsstudienaufenthalte und -stipendien und organisiert gleiches für ausländische Studierende in Deutschland. Daneben gibt's dort ganz allgemein Informationen zum Themenkreis Studium im Ausland.
Adresse: DAAD, Kennedyallee 50, 53175 Bonn

WWW: www.daad.de

DPO
Abkürzung von:
Diplomprüfungsordnung

Sie schreibt vor, welche Leistungen für das Diplom erbracht werden müssen und wie sie gewichtet werden. Enthält auch Regelungen über Fristen und wann der Prüfungsanspruch erlischt.

DSW
Abkürzung von:
Deutsches Studentenwerk

Dachverband der lokalen Studentenwerke. Bringt bspw. regelmäßig eine Sozialerhebung der Studierenden heraus, die die soziale Situation der Studierenden recht gut widerspiegelt.

WWW: www.studentenwerke.de

Datenabgleich (beim BAföG)
Definition:

Die BAföG-Ämter dürfen (und tun dies konkret seit 2001, teilweise rückwirkend bis 1998) BAföG-Empfänger regelmäßig im Wege des automatischen Datenabgleichs daraufhin überprüfen, ob und welche Daten nach § 45d Abs. 1 EStG (Inanspruchnahme von Freistellungsaufträgen für Zinseinkünfte) dem Bundesamt für Finanzen übermittelt worden sind. Der Datenabgleich steht im Zusammenhang mit den Angaben des Auszubildenden zu seinen Vermögensverhältnissen.

Mehr dazu: www.bafoeg-rechner.de/FAQ/BAfoeG-Datenabgleich/

Die Geschichte des BAföG

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz hat eine lange und wechselvolle Geschichte hinter sich. Mit der Einführung des BAföGs ging die Öffnung der Hochschulen für alle gesellschaftlichen Schichten einher.

Mehr dazu: www.bafoeg-rechner.de/Hintergrund/geschichte.php

Dies Academicus
Definition:

"Akademischer Tag", meist mit besonderen (interessanten?) Veranstaltungen, z.T. fallen dafür andere Veranstaltungen aus.

Diplom
Definition:

Das erfolgreiche Studium wird i.a. schließlich mit einem Diplom (Uni, FH oder BA) bestätigt. Bei geisteswissenschaftlichen Fächern heißt der entsprechende Abschluß Magister. Im Rahmen der sogenannten "Internationalisierung" und befördert durch den Bologna-Prozess sollen bis 2010 alle Diplom-Studiengänge durch solche mit Bachelor und Master-Abschlüssen ersetzt werden.
Mehr dazu: www.studis-online.de/StudInfo/studienabschluesse.php

Diplomarbeit
Definition:

In jedem Diplom-Studiengang ist gegen Ende des Studiums eine Diplomarbeit anzufertigen. Je nach Fach soll diese zwischen 3 und 12 Monaten dauern, bei den meisten 6 Monate. Verlängerungen (i.a. um 3 Monate) sind möglich und manchmal auch nötig, da immer mal was schiefgehen kann, gerade wenn man auch auf Ergebnisse anderer angewiesen ist und diese nicht rechtzeitig einlaufen.
Da die Diplomarbeit eigentlich die Krönung des eigenen Studiums darstellt, solle man nicht die erstbeste nehmen, sondern sich ein wenig länger drum kümmern, was für Arbeiten angeboten werden. Evt. ist es auch möglich, die Arbeit in der Industrie und/oder im Ausland zu machen.
Mehr dazu: www.studis-online.de/Studieren/diplomarbeiten.php

Diss
Abkürzung von:
Dissertation

(Lat. Erörterung) Wissenschaftliche Forschungsarbeit innerhalb der Promotion zur Erlangung des Doktortitels.

Doktormutter
Definition:
Betreuende Professorin eines Doktoranden.
Doktorvater
Definition:
Betreuender Professor eines Doktoranden.
Doppelstudium
Definition:

Zeitgleiches Studium zweier Studiengänge. Im allgemeinen nur bei überdurchschnittlichen Leistungen möglich und nur auf Antrag. Vorsicht: Sobald man den einen Studiengang abgeschlossen hat, ist der andere faktisch ein Zweitstudium und kostet in manchen Ländern Studiengebühren (in Bayern bspw. 500 Euro).

Dozent
Definition:

Ein Dozent ist eine Person, die in der Lehre tätig ist. Das Wort Dozent leitet sich vom Lateinischen docere (lehren) ab.

Einsatzbereiche sind Hochschulen, Fachhochschulen, Akademien, Fachschulen etc.

Duales Studium
Definition:

Dual steht hier für das Nebeneinander von Studium auf der einen Seite und Arbeiten in einem Betrieb auf der anderen Seite (vgl. "Duale Ausbildung" - Berufsschule und Betrieb). Wird in Deutschland vor allem an Berufsakademien angeboten (Liste von Berufsakademien siehe folgenden Link). Vereinzelt gibt es solche duale Studiengänge aber auch an Fachhochschulen.

ECTS
Akronym von:
European Credit Transfer System

Mit solchen Punktesystemen wird europaweit versucht, Studienleistungen vergleichbar zu machen. Nicht ganz einfach, weil ja jede Hochschule (und jedeR ProfessorIn) meint, das beste anzubieten und deswegen die Leistungen der anderen weniger wert sind ...
Trotzdem hat die Einführung eines solchen Systems schon einiges vorangebracht.

ERASMUS
Akronym von:
European Action Scheme for the Mobility of University Students


Programm der Europäischen Union (EU), das den internationalen Austausch der Studierenden fördern will. An vielen Hochschulen gibt es studentische Gruppen, die sich um die Betreuung der Gaststudierenden kümmern und natürlich auch über die Angebote der jeweiligen Hochschule Bescheid wissen, selbst ins Ausland zu gehen. Leider können nur Auslandsaufenthalte im Rahmen von bereits bestehenden Hochschulkooperationen statt finden. Eure Hochschule muss also bereits eine Partnerschaft mit der euch interessierenden Hochschule haben, sonst könnt ihr nicht im Rahmen von ERASMUS dort hin. Aber es gibt natürlich auch andere Möglichkeiten, die eben mehr Eigeninitiative erfordern. Infos z.B. beim DAAD.

Einschreibung
Definition:
Immatrikulation

Um ein Studium aufzunehmen, muss man sich für ein Studienfach in die Liste (Matrikel) der Hochschule einschreiben (immatrikulieren). Dies macht man (wenn nicht erst ein Auswahlverfahren nötig ist) zu bestimmten (von Fach zu Fach unterschiedlichen!) Terminen beim Studentensekretariat der gewünschten Hochschule.

Elternunabhängiges BAföG
Definition:

Normalerweise ist auf den Bedarf des Auszubildenden sein eigenes Einkommen, das seines Ehegatten und seiner Eltern anzurechnen.

Nur in Ausnahmefällen bleibt das Einkommen der Eltern unberücksichtigt, z. B. bei Beginn des Ausbildungsabschnitts mit über 30 oder fünfjähriger Erwerbstätigkeit bzw. dreijähriger Ausbildung und dreijähriger Erwerbstätigkeit vor Beginn des Ausbildungsabschnitts.

Zu einer elternunabhängigen Förderung kann es auch auf dem Umweg über das Vorausleistungsverfahren kommen, wenn die Eltern nicht mehr verpflichtet sind, Unterhalt zu zahlen.

Mehr dazu: www.bafoeg-rechner.de/FAQ/elternunabhaengig.php

Ersti
Abkürzung von:
Erstsemester

Studierende/r im ersten Semester. Viele Tipps findet Ihr auf den folgenden Erstsemesterseiten.

Mehr dazu: www.studis-online.de/StudInfo/

Exkursion
Definition:


Eine Exkursion soll der Vertiefung des behandelten Stoffes dienen. Sie können ein- oder mehrtägig sein und im In- oder Ausland stattfinden. In bestimmten Studiengängen (z.B. Geologie) ist die Teilnahme an einer Mindestanzahl von Exkursionen verpflichtend. Je nach mitfahrendem Betreuer können gerade längere Exkursionen bei aller Arbeit grossen Spaß machen.


Exmatrikulation
Akronym von:


Lange Jahre nach der Einschreibung folgt die Exmatrikulation hoffentlich erst im Erfolgsfall eines abgeschlossenen Studiums.

Dem Antrag auf Exmatrikulation sind das Studienbuch (sofern es sowas noch gibt) und die notwendigen Entlastungsvermerke der Hochschuleinrichtungen beizufügen. Damit gemeint sind Dinge wie die Bestätigung der Bibliothek, dass man keine Bücher mehr ausgeliehen hat (und seinen Bibliotheksausweis abgegeben hat). Auch Schlüssel oder Codekarten für Hochschulgebäude sind mit der Exmatrikulation zurückzugeben.

Aber auch wer die Hochschule wechselt, das Studium aufgibt oder sich weigert, die Semester/Studiengebühren zu zahlen, exmatrikuliert sich bzw. wird (zwangs-)exmatrikuliert, d.h. gibt den Studierendenstatus auf.

FB
Abkürzung von:
Fachbereich


Die Organisationseinheit an einer Hochschule, die für ein Studienfach zuständig ist. Das Studienfach kann allerdings noch verschiedene Schwerpunkte. Kleine Fakultäten haben meist nur einen Fachbereich, was dann äquivalent ist.

FH
Abkürzung von:
Fachhochschule


Meist verschulteres Studium als an einer Uni, oft auch "praxisnäher", vor allem durch verpflichtende Praxissemester. "Regelstudienzeit" i.a. bei 8 Semestern, in der Realität eher etwas länger.

FHöV
Akronym von:
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung

Die Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung (auch Verwaltungsfachhochschulen) sind interne Fachhochschulen des Bundes und der Bundesländer. Sie dienen der Ausbildung der AnwärterInnen für den gehobenen Dienst in der öffentlichen Verwaltung (z.B. Polizei, Finanzverwaltung, Sozialversicherung).

Mehr dazu: www.studis-online.de/StudInfo/hochschularten.php

Fachbibliothek
Definition:

Neben der zentralen Bibliothek finden sich in der Fachbibliothek (eines Instututes oder einer Fakultät) oft nur eine fachlich begrenzte Auswahl an Büchern, dafür dann aber auch manches, was es in der zentralen Bibliothek nicht gibt. Oftmals sind Fachbibliotheken Präsenzbibliotheken, die Bücher können also nicht ausgeliehen werden, sondern nur vor Ort gelesen und evt. z.T. kopiert werden. Manchmal ist ein Buch aber auch nicht da, weil ein/e WissenschaftlerIn das Buch ausgeliehen hat.

Fachsemester
Definition:


Fachsemester ist jedes Semester, in dem die Ausbildung in der gewählten Fachrichtung erfolgt. Praktika, die in Zusammenhang mit dem Besuch einer Hochschule absolviert werden, sind keine Fachsemester, wohl aber praktische Studiensemester. Fachsemester können den Hochschulsemestern entsprechen, müssen es aber nicht, weil die Hochschulsemester nicht an eine bestimmte Fachrichtung gebunden sind.

Fakultativ
Definition:
freigestellt, eigenem Ermessen überlassen



Famulatur
Definition:


Praktikum der MedizinerInnen in den klinischen Semestern. Mindestdauer drei Monate.

Fernleihe
Definition:

Möglichkeit, über die Bibliothek vor Ort Bücher aus Bibliotheken anderer Hochschulen oder Einrichtungen auszuleihen.

Fernstudium
Definition:


Studium per Lehrbriefen, Tonbändern und Videokassetten (oder inzwischen über Internet). Aufgaben werden schriftlich bearbeitet, an Hochschule zurückgeschickt und dort korrigiert. Zumindest die abschließenden Prüfungen müssen jedoch an einer Hochschule unter Aufsicht durchgeführt werden. Die einzige Fernuniversität in Deutschland befindet sich in Hagen. Es sind aber einige "virtuelle Hochschulen" geplant, meist in Zusammenhang mit hohen Studiengebühren und z.T. eher an Studierende im Ausland gerichtet, die dann nur noch zu den Prüfungen an die Hochschulen kommen müssen.

Forschungssemester
Definition:


I.d.R. alle 5-8 Semester werden ProfessorInnen ein oder selten zwei Forschungssemester gewährt. Während dieses Semesters ist sie/er von Lehrverpflichtungen entbunden.

Frauenbeauftragte
Definition:


Wie inzwischen in vielen Institutionen gibt es auch an Hochschulen eine Zuständige, die sich darum kümmern soll, Benachteiligungen auf Grund des Geschlechts (und das trifft meist Frauen) einzudämmen. Dazu kommt die Förderung von Frauen im Studium und das Ermutigen von Schülerinnen, auch Fächer zu studieren, die bisher noch männerdominiert sind. Von Frauenbeauftragten werden bspw. auch Frauentechniktage an Technischen Hochschulen organisiert.

Freitisch
Definition:


Für bedürftige Studierende vergibt das Studentenwerk Marburg auch Hilfeleistungen in Form von Mensa-Freitischen. Dafür werden Essensmarken ausgegeben. Am besten beim Sozialreferat der Studivertretung oder beim Studentenwerk Marburg nachfragen!

Freitisch in der Mensa
Definition:

Für bedürftige Studierende vergeben einige Studentenwerke auch Hilfeleistungen in Form von Mensa-Freitischen. Dafür werden Essensmarken ausgegeben. Ähnliches bieten auch einige Studierendenvertretungen an. Am besten beim Sozialreferat der Studivertretung oder beim Studentenwerk vor Ort nachfragen!

Freiversuch
Definition:

In vielen Studiengängen werden Prüfungen, sofern sie in der von der Studienordnung vorgeschlagenen Zeit geschrieben werden, im Falles des nicht bestehens als gar nicht geschrieben zu werten. Dadurch hat man eine Wiederholungsmöglichkeit mehr.

Fächerkombination
Definition:


Bei Studiengängen mit dem Abschluss Lehramt oder Magister wird nicht nur ein Fach studiert, sondern 1 Hauptfach und 2 Nebenfächer oder 2 Hauptfächer.

GEZ-Befreiung
Definition:

Als StudentIn kann man sich die GEZ-Gebühren (also die Gebühren für Fernsehen und Rundfunk) sparen - unter bestimmten Bedingungen und natürlich nur auf Antrag. Erfüllt man diese Bedingungen, kann man meist auch gleich den Sozialtarif der Telekom in Anspruch nehmen. Wie's genau geht, lest Ihr hier:

Mehr dazu: www.studis-online.de/StudInfo/gez_soz.php

Gasthörer
Definition:
Nicht eingeschriebener Vorlesungsteilnehmer


Ohne an einer Hochschule eingeschrieben zu sein, kann man als GasthörerIn trotzdem Vorlesungen besuchen (meist ist das aber eigentlich auch ohne diesen Status möglich, aber dann nicht bescheinigbar). In manchen Bundesländern wird dafür eine Gasthörergebühr verlangt (bis zu 200 DM pro Semester).

Graduieren
Definition:
Einen akademischen Grad (also Diplom, Doktor, Prof etc.) verleihen.
Graduiertenförderung
Definition:


Die Graduiertenförderung soll Jung-AkademikerInnen, also Studierenden, die gerade ihren ersten akademischen Abschluss erworben haben, durch finanzielle Förderung den Einstieg in eine Hochschulkarriere erleichtern.

Graecum
Definition:
Nachweis von (Alt-)Griechischkenntnissen

Wird von einigen speziellen Studiengängen vorausgesetzt.

Grundstudium
Definition:
Das Studium bis zum Vordiplom oder der Zwischenprüfung

 (meist die ersten 4 Semester).

Habilitation
Definition:
Befugnis an einer Universität zu Lehren und Forschen


Nachweis der Fäigkeit zur selbstständigen Forschung und Lehre an einer Hochschule. Voraussetzung ist i.d.R. die Promotion. Die Habilitation ist wiederum i.d.R. die Voraussetzung, um als ProfessorIn berufen zu werden. Zur Erlangung der Habilitation ist ähnlich der Promotion eine wissenschaftliche Arbeit und wissenschaftliche Tätigkeit notwendig.

Hauptstudium
Definition:


Das Studium nach dem Vordiplom bzw. der Zwischenprüfung bis zum Abschluss Diplom, Master oder ähnlichem.

Hausarbeit
Definition:


Schriftliche Arbeit, für die es meist einen Schein gibt und die oft im Rahmen eines Seminars zu machen ist. Die/der Studierende soll zeigen, daß sie/er wissenschaftlich arbeiten kann.
Hilfestellung zum Schreiben einer Hausarbeit bieten die verschiedenene Referats/Hausarbeitsbörsen im Web:

Mehr dazu: www.studis-online.de/Studieren/referate.php

Hiwi
Abkürzung von:
Hilfswissenschaftler oder wissenschaftliche Hilfskraft


Umgangssprachlich für eine Anstellung als studentische Hilfskraft an der Hochschule oder einer wissenschaftlichen Einrichtung.

Hochschulsemester
Definition:

Gesamte Anzahl Semester, die Studierende/r an Hochschulen verbracht hat (inkl. Urlaubssemester).

Hochschulwechsel
Definition:


Wechsel der Hochschule. Oft wird in Stadt angefangen, in der man das entsprechende Studium gar nicht studieren wollte, weil man in der Wunschhochschule kein Studienplatz erhalten hat. Mit etwas Glück kann man aber den Studienplatz tauschen (siehe Link) oder darauf hoffen, das an der Wunschhochschule in einem höheren Semester keine Zulassungsbeschränkung mehr herrscht.

Wechsel sind studientechnisch meist am einfachsten direkt nach dem Vordiplom/der Zwischenprüfung durchzuführen.

Für das BAföG ist ein Hochschulwechsel nicht von Bedeutung, wenn das gleiche Fach ohne Verlust von Fachsemestern weiterstudiert werden kann. Man ist allerdings verpflichtet, den Wechsel bekannt zu geben. I.a. dürfte dann auch ein anderes BAföG-Amt die Zuständigkeit übernehmen.

Mehr dazu: www.studis-online.de/Studieren/studienplatztausch.php

Härtefallantrag
Definition:


Es gibt rund ums Studium verschiedene Situationen, bei denen ein "Härtefallantrag" gestellt werden kann.

Im Studium wegen mehrfachen Nicht-Bestehens einer Prüfung
Bei bestimmten Härten (Soziales, Krankheit u.ä.) kann auf Antrag eine Prüfung erneut wiederholt werden, auch wenn diese nach normaler Regelung nicht mehr wiederholt werden dürfte. Meist muss man dazu formell an den/die RektorIn einen Antrag stellen und/oder beim zuständigen Bediensteten für Prüfungsfragen der eigenen Fakultät vorbeikommen.

Beim BAföG: Nicht-Anrechnung von Vermögen oder Einkommen
Wer BAföG bezieht, darf weder zuviel verdienen noch zuviel Vermögen haben. In Ausnahmefällen kann jedoch - auf Antrag beim BAföG-Amt - ein Sonder-Freibetrag zugestanden werden. Mehr Infos zu BAföG-Fragen im BAföG-FAQ oder das BAföG-Forum nutzen.

Sozialgeld / ALG II für Studierende als Härtefall
Das gibt's eigentlich nur bei erhöhten Kosten durch Behinderung des Studierenden oder bei eigenen Kindern. Und natürlich nur, wenn das eigene Vermögen und Einkommen sehr gering ist.

Bei Studienkonten, Langzeitstudiengebühren oder ähnlichem können  diese Gebühren unter Umständen erlassen werden. Rechtzeitige Antragstellung ist aber unbedingt erforderlich. Am besten bei der Studierendenvertretung informieren.

Hörsaal
Definition:


Da die meisten Veranstaltungen an Hochschulen sich zunächst mal aufs Zuhören konzentrieren, finden sie in einem Hörsaal statt ;-)
Je nach Fach und Vorlesung können dabei schon mal mehrere Hundert Studierende in einem Raum sitzen, wenn man Pech hat, gibt's auch keinen Sitzplatz mehr.

ISIC
Akronym von:
Internationaler Studierendenausweis


Im Urlaub kann damit der Studierendenstatus nachgewiesen und damit Studententarife erhalten werden, da der normale Studiausweis oft nicht anerkannt wird. In manchen Ländern kommt man aber auch mit letzterem gut aus.
Der ISIC wird meist vom AStA verkauft und ist auch in einigen Reisebüros erhältlich, sein Preis liegt (Ausgabe 2005) bei € 10. Gültig bis Ende des Jahres, bei Kauf im Spätjahr (September bis Dezember) bis Ende des folgenden Jahres.

WWW: www.statravel.de/isic/

Immatrikulation
Definition:
Einschreibung an eine Hochschule.


Kommt von lat. Matrikel = Liste, d.h. die Eintragung des/der Studierenden in eine Liste der Hochschule. Mit der Immatrikulation hat man den Status eines/einer Studierenden erlangt.

KVV
Abkürzung von:
Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis


Einige Fachschaften oder Institute geben in Ergänzung des hochschulweiten Vorlesungsverzeichnisses ein KVV heraus, in dem einzelne Veranstaltungen näher beschrieben werden. Handelt es sich um ein studentisches KVV sind oft auch direktere Wertungen ("unbrauchbare Vorlesung, todlangweilig") enthalten.

Kapazitätsklage
Definition:


Ein letztes Mittel, um doch noch zum gewünschten, NC-belegten Studienplatz zu kommen. Der/die abgelehnte Student in spe verklagt die Hochschule, indem er/sie ihr unterstellt, sie sei nicht voll ausgelastet und könne deshalb noch Studierende aufnehmen. Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht, es kann dauern und teuer werden - es gibt aber wirklich Leute, die es so geschafft haben, einen Studienplatz zu bekommen.

Kinderbetreuung
Definition:


Studentenwerke bieten oft Kindertagesstätten an, die auf die besonderen Belange von studierenden Eltern Rücksicht nehmen und weniger Gebühren kosten. Oft gibt es auch Elterninitiativen, die selbstorganisiert sich um die Betreuung ihrer Kinder kümmern. Fragt am besten bei eurem Studentenwerk eurer Hochschule nach, welche Angebote es gibt.

Kindergeld
Definition:
Anspruch besteht für Studenten bis zum 27. Lebensjahr


Anspruch auf Kindergeld besteht grundsätzlich für jedeN unverheirateteN StudierendeN (allgemeiner gesprochen: AuszubildendeN) bis zum 27. Geburtstag. Es dürfen gewissen Einkommensgrenzen nicht überschritten werden. BAföG-EmpfängerInnen sollten dabei beachten, dass die Hälfte des BAföGs als Einkommen gewertet wird. Wurde Grundwehr- oder Zivildienst geleitet, dann verlängert sich der Anspruch um die Wehr- bzw. Zivildienstzeit.

Mehr dazu: www.studis-online.de/StudInfo/kindergeld.php

Klausur
Definition:
Schriftliche Prüfung


(Lat. clausus = Einschließung) Schriftliche Prüfung, wofür es entweder einen Schein gibt (mit oder ohne Note) oder deren Ergebnis direkt in die (Vor)Diploms / Magister-Note einfließt. Sie werden unter Aufsicht und mit einem Zeitlimit geschrieben.

Kolloquium
Definition:


(Lat. Rede, (wissenschaftliches) Gespräch) Eine Veranstaltungsform, bei der PrüfungskandidatInnen oder manchmal auch geladene ExpertInnen mit Profs und wissenschaftlichen MitarbeiterInnen über ihre Arbeiten diskutieren.

Kommilitone
Definition:
Mitstudierende/r, lat. commilition = Waffenbruder.
Krankenversicherung
Definition:


Als Studierende/r muss man i.a. kranken- und pflegeversichert sein. Solange man das 25.Lebensjahr nicht vollendet hat (zuzüglich Wehr- oder Zivildienst) kann man bei den Eltern in der Familienversicherung bleiben und muss keinen eigenen Beitrag zahlen.

Kurs
Definition:


Meist eine (Vorlesungs-)Veranstaltung innerhalb einer kurzen Zeitspanne, z.B. an einem Wochenende.

Latinum
Definition:
Nachweis über Kenntnisse im Lateinischen


Nachweis über Kenntnisse im Lateinischen, der für manche Studienfächer vorausgesetzt wird.

Lehramt
Definition:


Das Lehramtsstudium umfasst i.a. mehrere Fächer (z.B. Mathematik und Deutsch). In der Studis Online-Datenbank kann nach diesen Fächern gesucht werden (auch mit der Einschränkung nur mit Ziel Lehramt und sogar bezogen auf welche Schulart), nicht aber nach "Lehramt" an sich.

Mehr dazu: www.studis-online.de/StudInfo/studieren.php

Lehrstuhl
Definition:

Ausdruck für die Planstelle eines/einer Professors/Professorin.

Lektor
Definition:
MuttersprachlerInnen aus dem Ausland


MuttersprachlerInnen aus dem Ausland, die den Studierenden ihre Muttersprache und z.T. Landeskunde vermitteln sollen

Lernen
Definition:


'Richtig' zu lernen ist eine Grundvoraussetzung, um das Studium gut hinter sich zu bringen. Die Universität Marburg bietet für Studierende interessante Kurse an, die das Lernen erleichtern sollen.

Literaturliste
Definition:
Liste mit empfohlenen Büchern


Für fast jede Vorlesung gibt's auch eine Literaturliste mit vom Prof/BetreuerIn der Vorlesung empfohlenen Literatur. Oft sind diese Listen sehr lang - es wäre verfehlt, alle genannten Bücher wirklich zu lesen. Meist reichen einige ausgewählte Standardwerke, auf die besonders hingewiesen wird oder die man von höheren Semestern (also älteren Studis) erfragen kann.

Losverfahren
Definition:
ein Auswahlverfahren


Wird bei Auswahlverfahren eingesetzt, wenn andere Kriterien zu keiner Entscheidung führen. Beispiel: Es sind 40 Studienplätze zu vergeben, 35 BewerberInnen

MA
Abkürzung von:
Magister Artium

Eigentlich: lat. Meister der (Freien) Künste. Inzwischen wird Abkürzung M.A. auch für Master angewandt.

MBA
Akronym von:
Master of Business Administration

Der Master-Abschluss in den Wirtschaftswissenschaften. Oft auch spezieller als Synonym für einen BWL-Aufbaustudiengang für zukünftige Führungskräfte, die ihren natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Abschluss mit BWL-Kenntnissen anreichern wollen.

MEng
Akronym von:
Master of Engineering

Der Master-Abschluss in ingenieurswissenschaftlichen Studienfächern.

MPO
Akronym von:
Magisterprüfungsordnung

Entspricht DPO beim Diplom.

MSc
Abkürzung von:
Master of Science

Der Master-Abschluss in naturwissenschaftlichen Fächern.

Magister


Abschluss ähnlich dem Diplom, der meist bei geisteswissenschaftlichen Fächern vergeben wird. Meist werden dazu ein Hauptfach und zwei Nebenfächer studiert (z.B. Politikwissenschaften, Philosophie und Geschichte).

 

Magna cum laude
Definition:
lat. mit großem Lob

Wird insbesondere bei Promotionen als Bewertung vergeben und entspricht i.a. der Note 1, ist damit aber noch nicht die höchste Auszeichnung. Für eine überragende Arbeit würde ein summa cum laude vergeben.

Master
Definition:
Abschluß im Anschluss an den Bachelor.

I.a. vertieft der Master das Fachgebiet, das man schon im Bachelor studiert hat, wissenschaftlich. Es gibt aber auch Master, die ein anderes Fachgebiet erschließen sollen.

Matrikel
Definition:
(Lat. Liste)

Verzeichnis der Studierenden einer Hochschule.

Matrikelnummer
Definition:

JedeR Studierende erhält mit der Immatrikulation eine individuelle Matrikelnummer, sie weist sie/ihn als StudentIn aus.

Meister-BAföG
Definition:

Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) verfolgt die Ziele, die berufliche Aufstiegsfortbildung finanziell zu unterstützen und Existenzgründungen zu erleichtern. Das Gesetz ist ein umfassendes Förderinstrument für die berufliche Fortbildung - grundsätzlich in allen Berufsbereichen, einschließlich der Gesundheits- und Pflegeberufe, und zwar unabhängig davon, in welcher Form sie durchgeführt wird. Sei es Vollzeit, Teilzeit, schulisch, außerschulisch, mediengestützt oder als Fernunterricht.

Die Antragsteller dürfen noch nicht über eine berufliche Qualifikation verfügen, die dem angestrebten Fortbildungs- abschluss mindestens gleichwertig ist. Eine Altergrenze besteht nicht.

(zitiert von der im folgenden angegebenen Webseite)

WWW: www.meister-bafoeg.info

Meldepflicht
Definition:

Zieht ihr im Rahmen eures Studiums um, so müsst ihr euch beim zuständigen Anwohnermeldeamt anmelden. Genaugenommen innerhalb von meist nur einer Woche. Wirkliche Nachteile, wenn ihr das unterlasst, entstehen aber eigentlich auch nicht. Viele Städte bemühen sich geradezu darum, dass ihr euch anmeldet, da die Stadt abhängig von der Einwohnerzahl mehr oder weniger Geld aus der Landeskasse bekommt.

Minijob - 400-Euro-Job
Definition:

Seit 1.4.2003 kann man sozialversicherungsfrei bis zu 400 € monatlich verdienen. Details (und die sollte man kennen!) dazu in unserem Artikel.

Mehr dazu: www.studis-online.de/StudInfo/400euro-jobs.php

Mitfahrzentrale
Definition:

Als StudentIn hat man ja nicht immer so viel Geld. Mitfahrzentralen vermitteln gegen Gebühr oder webbasiert meist auch gratis Mitfahrgelegenheiten.

N.N.
Abkürzung von:
nomen nominandum - (Lat. nicht besetzt)

Steht oft im Vorlesungsverzeichnis hinter Veranstaltungen, bei denen noch unklar ist, welcheR DozentIn sie halten wird - im schlimmsten Fall kann sie schließlich ausfallen.

NC
Akronym von:
Numerus Clausus - Lat. geschlossene Zahl

Zulassungsbeschränkung für bestimmte Studienrichtungen. Eine "zu schlechte" Abinote kann durch Wartesemester ausgeglichen werden, d.h. man kann das Fach der eigenen Wahl erst nach einigen Semesterns wartens und jobbens antreten.

Nachrückverfahren
Definition:


Studienplätze, die von StudienbewerberInnen nicht angenommen werden und freibleiben, werden in einem Nachrückverfahren an bisher leer ausgegangene BewerberInnen weitergegeben.

O-Phase
Definition:
Orientierungsphase


Meist von der Fachschaft organisierte Einführungsphase, die den neuen Studis die Orientierung an der Hochschule und in der (oft auch neuen) Stadt erleichtern soll. Teilnahme sehr empfehlenswert!

OE
Akronym von:
Orientierungseinheit
OPAC
Akronym von:
Online Public Access Catalogue - Online Zungang zur Recherche und Reservierung von Büchern in Bibliotheken.

Wird euch im Rahmen eures Studiums sicher auch begegnen, so grob damit umgehen können sollte man schon. Falls euch das schwer fallen sollte, so bieten die meisten Bibliotheken Einführungen in dieses System an, vor allem am Semesterbeginn.

Obligatorisch
Definition:
Lat. verpflichtend, bindend
PBS
Akronym von:
Psychotherapeutische Beratungsstelle

Bei allen persönlichen Konflikten, z. B. Studienproblemen, Lern- und Arbeitsschwierigkeiten, Prüfungsproblemen, Kontaktschwierigkeiten, Familien- oder Partnerkonflikten können Sie sich in der Psychotherapeutischen Beratungsstelle für Studenten (<acronym title="Psychotherapeutische Beratungsstelle">PBS</acronym>) durch erfahrene Mitarbeiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Philipps-Universität Marburg beraten lassen. Meist werden auch Kurse zu bestimmten Themen (insbesondere zum Thema "Richtig lernen") angeboten. Leider ist die Schwelle, sich an die PBS zu wenden, für viele Studis immer noch sehr hoch, dabei kann um so besser geholfen werden, je eher man sich helfen lässt.
In der <acronym title="Psychotherapeutische Beratungsstelle">PBS</acronym> werden Sie kostenlos und ohne Registrierung Ihres Namens beraten.

PH
Akronym von:
Pädagogische Hochschule

Ausbildungsstätten für LehrerInnen an Nicht-Gymnasien, gibts nur noch in Baden-Württemberg als eigenständige Hochschule, in den anderen Bundesländern jeweils in die Uni integriert. Regelstudienzeit meist 6 Semester, dazu kommt das Referendariat in einer Schule (1 Jahr).

PNDS
Akronym von:
Prüfung zum Nachweis deutscher Sprachkenntnisse

Wer als AusländerIn in Deutschland studieren will, muss i.a. nachweisen, dass er über ausreichende Sprachkenntnisse verfügt. PNDS ist der bekannteste Test dafür.

PO
Akronym von:
Prüfungsordnung

Sie werden von der Hochschule erlassen und vom Wissenschaftsministerium des jeweiligen Bundeslandes genehmigt. In ihr sind die Prüfungsanforderungen und -verfahren geregelt.

Parties
Definition:

Der Spass darf beim Studieren auch nicht zu kurz kommen. Die meisten Fachschaften und Studierendenvertretungen organisieren daher auch mindestens einmal im Semester Feten. Dazu kommen natürlich diverse besonders an Studierende gerichtete Angebote von anderen Lokalitäten.

Pflichtversicherung

siehe Krankenversicherung

Praktika
Definition:

In vielen Studienfächern sind Praktika verpflichtend vorgeschrieben. F

Praxissemester
Definition:

An den Fachhochschulen sind einige Semester verpflichtend in der "Praxis" zu verbringen, d.h. i.a. in einer Firma. Da die Firmen wissen, dass man sein Praxissemester machen muss, ist es meist relativ schlecht (bis hin zu gar nicht) bezahlt.
Beim BAföG wird Einkommen durch das Praxissemester stärker angerechnet, als durch Jobben. Es kann also eher zu BAföG-Kürzungen kommen (siehe auch den folgenden Link).

Privathochschule
Definition:

Private Hochschulen gibt es als Universität oder Fachhochschule, angeboten werden vor allem wirtschaftswissenschaftliche und technische Fächer. Studiengebühren fallen in unterschiedlicher Höhe an.
In den letzten Jahren wurden auch von staatlichen Hochschulen bzw. Professor/inn/en, die aus ihrer sicheren Stellung als Beamtete natürlich wenig Risiko eingehen, private Abteilungen errichtet. Meist geschah dies in der Hoffnung, Studierende aus dem Ausland, insbesondere Ost-Asien, zu gewinnen. Bei diesen Modellen fallen meist Gebühren von 5.000-10.000 € im Semester an. Stand Ende 99 scheinen diese Modelle aber wenig Studierende angezogen zu haben, obwohl in den ersten Jahren die Gebühren fast komplett über Industrie-Stipendien getragen werden.

Prof
Akronym von:
ProfessorIn

(Lat. öffentlicher Lehrer) HochschullehrerIn i.a. im Beamtenstatus.


Promotion
Definition:
(Lat. promitio = Erhebung, Beförderung zu einer Ehrenstelle)

Zur Erlangung einer Promotion und damit eines Doktortitels wird eine wissenschaftliche Arbeit (Dissertation) und eine mündliche Prüfung erwartet.

Die Bewertung einer Promotion erfolgt meist mit lateinischen Bezeichnungen.

summa cum laude (lat., "mit höchstem Lob"), in Promotionsordnungen als "hervorragende Leistung" bezeichnet, wird in Zahlen als "0,5" ausgedrückt.
magna cum laude (lat., "mit großem Lob"), eine besonders anzuerkennende Leistung, "1,0"
cum laude (lat., "mit Lob"), eine den Durchschnitt übertreffende Leistung, "2,0"
rite (lat., "ausreichend"), eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen noch entspricht, "3,0"
insufficienter (lat., "ungenügend"), eine an erheblichen Mängeln leidende, insgesamt nicht mehr brauchbare Leistung, "4,0"

Im Gegensatz zu sonst bedeutet bei einer Promotion die Note 4 also bereits: "Durchgefallen!". Wie auch von anderen Prüfungen gewohnt kann die Notenziffer auch um 0,3 erhöht oder erniedrigt werden (neben dem lateinischen Ausdruck) - außer natürlich das summa cum laude.

Propädeutikum
Definition:
Griech. Vorübung

Vermittlung von Vorkenntnissen, die für ein bestimmtes Fachgebit notwendig sind.

Proseminar
Definition:
Ein Seminar im Vorstudium zur grundlegenden Einführung in bestimmte Themenbereiche.
Prüfungsamt
Definition:


Zuständig für die Organisation der Zwischen- und Hauptprüfung (Vor- und Diplom). Es prüft jeweils, ob alle Vorbedingungen (Scheine, Exkursionen etc.) für die Anmeldung erfüllt sind und läßt im positiven Falle den/die StudierendeN zur Prüfung zu.

Quereinstieg
Definition:

Wechsel von einem Studium in ein nahverwandtes mit der Möglichkeit der Anerkennung einiger Leistungen des ursprünglichen Studienfaches. Leider von Fach zu Fach und Hochschule zu Hochschule sehr unterschiedlich, es bleibt nichts anderes, als sich ausführlich zu erkundigen, z.B. bei der Fachschaft des "neuen"Faches.

RZ
Definition:
Rechenzentrum

Seit dem Internetboom für alle Studierende (und nicht nur die InformatikerInnen) interessant: Hier (bzw. dank des RZs) können alle Internet-Dienste genutzt werden, oft auch über Wähleingänge von zu Hause oder gar per Standleitung in einigen Studentenwohnheimen.

Referat
Definition:
Vortrag

Referate bzw. Vorträge muss man während des Studiums in jedem Fall gelegentlich halten und meist auch in schriftlicher Form ausgearbeitet vorlegen.
Thematische Hilfestellung zum Schreiben eines Referats bieten die verschiedenene Referats/Hausarbeitsbörsen im Web.

Regelstudienzeit
Definition:

Festgelegte Zeitspanne, in der ein Fach studiert werden soll. Die Prüfungs- und Studienordnungen sehen die Abfolge und den Zeitpunkt von Prüfungen in diesem Rahmen vor. Meist ist dieser - gerade an Universitäten - nicht realistisch. Die durschnittliche reale Studiendauer bis zu einem Abschluß ist oft Jahre länger, meist unter dem Zwang, nebenher zu arbeiten (da das BAföG oft nicht ausreicht), fehlender Betreuung, überfrachteter Fächer und einiger Dinge mehr.

Rektorat
Definition:
Besteht neben RektorIn aus KanzlerIn und ProrektorInnen.
Repetitorium
Definition:
(Lat. repetere = wiederholen) Wiederholung des gelehrten Stoffes zur Prüfungsvorbereitung.
Ringtausch
Definition:

Meist im Zusammenhang mit einem Studienplatztausch. Bedeutet, dass die Studienplatzbörse versucht, nicht nur direkte TauschpartnerInnen zu finden, sondern auch über mehrere Personen. Also z.B. Heidelberg bekommt Bamberg, Bamberg geht nach Hamburg und Hamburg wechselt nach Heidelberg. Die meisten Studienplatztauschbörsen versuchen, auch einen Ringtausch möglich zu machen.

Ringvorlesung
Definition:

Besondere Form der Vorlesung, bei der verschiedene DozentInnen (auch aus verschiedenen Fachbereichen oder Hochschulen) abwechselnd in einer Vorlesungsreihe zu einem bestimmten Thema äußern.

Rückmeldung
Definition:

Jedes Semester erforderlich, wenn der Student weiter studieren will. Daran geknüpft ist die Zahlung des Sozialbetrags für das Studentenwerk und den Semesterbeitrages für den AStA. In einigen Bundesländern sind bereits weitere, sogenannte "Rückmeldegebühren" eingeführt oder geplant.

Rückzahlung
Definition:
Hier: Rückzahlung des BAföG-Darlehens

Das unverzinsliche Staatsdarlehen ist fünf Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer ratenweise zurückzuzahlen, das verzinsliche Bankdarlehen bereits ein halbes Jahr nach Auszahlung der letzten Rate. Darüber hinaus kann es zu Rückzahlungsforderungen kommen, wenn Leistungen unter dem Vorbehalt der Rückforderung oder zu Unrecht gewährt wurden.

Verfügt der Auszubildende nicht über die entsprechenden finanziellen Mittel, kann eine Ratenzahlung vereinbart werden. Ist der Auszubildende weiterhin BAföG-Bezieher, wird der Rückzahlungsbetrag meist ratenweise auf den Förderbetrag angerechnet.


SWS
Definition:
Semesterwochenstunden

Heißt es z.B. in einer Studienordnung, ein bestimmtes Fachgebiet müsse durch 4 SWS abgedeckt werden, so heißt das, es müssen ein Semester lang Vorlesungen, Seminare o.ä. mit insgesamt 4 Stunden pro Woche besucht werden und die entsprechenden Prüfungen oder Scheine erbracht werden (letzteres ist oft das entscheidende, die Anwesenheit nur zweitrangig ;-). Akademische Stunden sind allerdings nur 45 Minuten lang, also keine Panik. Und natürlich können 4 SWS auch auf mehrere Semestern verteilt gehört werden.

Schein
Definition:
Bestätigung für den Besuch einer Vorlesung,


Bestätigung für den Besuch einer Vorlesung, meist wird das Wissen in einer "Scheinklausur" abgeprüft, bevor Studi schließlich den Schein bekommt. Je nach Prüfungsordnung sind eine bestimmte Anzahl von Scheinen für die Zulassung zur (Vor)Diploms/Magisterprüfung notwendig.

Semester
Definition:
(Lat.) Bezeichnung für das akademische Halbjahr.

An Universitäten und den meisten Hochschulen/Akademien geht das Sommersemester üblicherweise vom 1.4. bis 30.9, das Wintersemester vom 1.10. bis 31.3.. Bei Fachhochschulen beginnen die Semester jeweils einen Monat früher. Die Vorlesungen beginnen meist erst Mitte des Monats.

Semesterferien
Definition:
Die vorlesungsfreie Zeit


Die vorlesungsfreie Zeit, die oft gar nichts mit Ferien zu tun hat, weil auf Klausuren gelernt werden muss. Die vorlesungsfreie Zeit geht an Unis i.a. von Mitte Juli bis Mitte Oktober und von Mitte Februar bis Mitte/Ende April. An FHs ist die vorlesungsfreie Zeit etwas früher zu Ende.

Semesterticket
Definition:
verbilligte Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr

In vielen Städten verbilligte Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr, wird (ganz oder teilweise) über den Semesterbeitrag bezahlt. Der Studentenausweis gilt dann meist als Fahrkarte.

Die Gültigkeit erstreckt sich meist auf den regionalen Verkehrsverbund, teilweise auch über mehrere Verkehrsverbünde (dann aber evt. nur Teile davon und nicht die Gesamtgebiete).

Seminar
Definition:
Lehrveranstaltung im Studium

Lehrveranstaltung im Studium, in der i.a. die TeilnehmerInnen aktiv mitarbeiten können und müssen (Seminarvortrag).

Sog.
Abkürzung von:
sogenannt
Sozialbeitrag
Definition:
Zwangsbeitrag für das Studentenwerk

Zwangsbeitrag für das Studentenwerk, der bei der Rückmeldung fällig wird. Damit werden die Leistungen des Studentenwerks (Mensa, Cafeteria, Wohnheim, PBS, Beratung) solidarisch mitfinanziert.

Sozialerhebung
Definition:

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) gibt regelmäßig eine Sozialerhebung der Studierenden in Auftrag. In dieser lässt sich recht gut die soziale Situation der Studierenden nachlesen. Für (sozial-)politisch Interessierte sehr zu empfehlen. Erhältlich über das DSW, einsehbar auch im Web.

WWW: www.sozialerhebung.de

Staatsexamen
Definition:
Studienabschluss bei Jura, Lehramt und Medizin.
Stiftungsorganisationen
Definition:


Einige Stiftungen vergeben Stipendien an begabte Studierende und DoktorantInnen.

Stipendiat
Definition:
Ein/e Student/in, der/die ein Stipendium bekommt.
Stipendium
Definition:
(Lat. Steuer, Löhnung) Eine finanzielle Unterstützung während des Studiums.

Wird von einigen Institutionen an meist fachlich hervorragende Studierende mit "gesellschaftlichem Engagement" gewährt ("Begabtenförderung").

StuPa
Akronym von:
StudentInnenparlament

Beschlußfassendes Organ der Studierendenschaft. Wählt die AStA (UStA/StuRa etc.)-ReferentInnen, verabschiedet Haushalt, beschließt programmatische Leitlinien. Wird einmal im Jahr von den Studierenden gewählt.

StudentInnen
Definition:
(Lat. sich bemühende) Eingeschriebene "SchülerInnen" einer Hochschule.

Allgemeine Voraussetzung zur Erlangung des Studierendenstatus ist die Hochschulreife.

Studentenausweis
Definition:
Bescheinigt den Studierendenstatus.

Bescheinigt (mit aktuellem Stempel oder Aufkleber) den Studierendenstatus. Ist bei Prüfungen vorzulegen, auch für die Nutzung einiger Einrichtungen an der Hochschule (Mensa, Bibliothek) ist seine Vorlage notwendig. Gibt es ein Semesterticket, so gilt der Studentenausweis meist als Fahrkarte.

Studentensekretariat
Definition:
Hier immatrikuliert (einschreiben) man sich

Auch zur Rückmeldung muss man (je nach Hochschule) evt. kurz erscheinen und die Unterlagen (z.B. Semester-Aufkleber für den Studentenausweis) abholen.

Studentenwerk
Definition:
Studentenwerk übernimmt die wirtschaftliche und soziale Förderung der Studierenden

Das Studentenwerk übernimmt die wirtschaftliche und soziale Förderung der Studierenden. Es betreibt Mensen und Cafeterien, stellt Wohnheimplätze zur Verfügung, übernimmt die Ausbildungsförderung und bietet Beratungsangebote an. Für Kinder ab 6 Monate gibt es hier eine Kindertagesstätte und behinderte Studierende werden in  einem speziellen Wohnheim rund um die Uhr betreut.
Studentenwerk Marburg - damit Studieren gelingt!

StudienabbrecherIn
Definition:
Wenn ein Studium abgebrochen wird, ist das kein Beinbruch.
Studienberatung
Definition:

Wenn's darum geht, grundsätzlich über ein Studium informiert zu werden, dann schaut unter Studienberatungsstellen eurer Hochschule nach. Während des Studiums bietet normalerweise jede Fakultät eine Beratung an.

Studienberatungsstelle
Definition:

An (fast) allen Hochschulen gibt es Studienberatungsstellen, die allgemeine Studienberatung anbieten und speziell zu den Studienfächern an den zu betreuenden Hochschulen insbesondere beraten können.

Studienbuch
Definition:


In dieses trägt man den Besuch von Vorlesungen ein, man erhält es am Anfang des Studiums vom Studentensekretariat. Früher war die Führung des Studienbuches obligatorisch, heute ist dies meist nicht mehr nötig, aber zur eigenen Übersicht nicht schlecht.

Studienfinanzierung
Definition:

Grundsätzlich gilt in Deutschland, dass die Eltern die erste berufsqualifizierende Ausbildung finanzieren müssen. Da dies nicht alle Eltern finanziell leisten können, gibt es das BAföG. Aber auch, wenn die Eltern Euch einfach so nicht unterstützen wollen, kann man über das BAföG-Amt zu Geld kommen. Einfach sind die Vorschriften nicht, daher am Besten hingehen und sich beraten lassen. Auch zu anderen Einnahmequellen (u.a. Jobben, Stipendien, Kindergeld etc.) und Einsparmöglichkeiten (z.B. GEZ-Befreiung, Sozialtarif der Telekom) bietet das Studentenwerk Informationen und eine Sozialberatung an.

Studienfächer
Definition:



Studiengebühren
Definition:

Allgemeine Studiengebühren wurden Anfang der 70er Jahre an öffentlichen Hochschulen in Deutschland abgeschafft. In den letzten Jahren wurden sie in mehr oder weniger versteckten Formen (Studienkonten, Langzeitstudiengebühren ) zum Teil wieder eingeführt. Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26.01.2005 steht zu befürchten, dass in mehr und mehr Bundesländern nach über drei Jahrzehnten wieder allgemeine Studiengebühren eingeführt werden.
An Privathochschulen sind Studiengebühren meist üblich, man hat aber z.T. die Möglichkeit, Stipendien zu bekommen.

Studienkonten
Definition:

Eine Form von Langzeitstudiengebühren, die insbesondere als "Alternative" zu allgemeinen Studiengebühren propagiert wird.

Studienkredit
Definition:

Möglichkeit der Finanzierung des Lebensunterhalts während des Studiums. Zur Zeit von wenigen Anbietern, in Zukunft möglicherweise vom Staat unterstützt.

Studienplatzklage
Definition:
siehe Kapazitätsklage

Wenn die "normale" Bewerbung für einen Studienplatz auf Grund von Zulassungsbeschränkungen fehlschlägt, kann man sich den Platz möglicherweise mit einer Klage erstreiten. Studienplatzklagen werden in Deutschland in der Regel auf die Behauptung gestützt, es gebe tatsächlich mehr Studienplätze an der Universität als dies in der offiziellen Kapazitätszahl zum Ausdruck komme. Mehr über das Vorgehen und mögliche Nachteile im folgenden Artikel.

Studienplatztausch
Definition:

Ist ein Fach mit NC belegt, findet sich aber einE TauschpartnerIn an der Wunschhochschule (gleiches Semester), so kann mit Zustimmung der Hochschulen getauscht werden. Vermittlung von TauschparnterInnen bieten einige Organisationen an.

Studium
Definition:

Normalerweise fängt man mit einem Grundstudium an, schließt dieses mit dem Vordiplom oder der Zwischenprüfung ab und wendet sich dann dem Hauptstudium zu. Das ganze kann man auch, z.B. über die Fernuni Hagen, als Fernstudium durchführen.
Zusätzlich kann man ein Aufbaustudium oder Zweitstudium machen oder gleich zwei komplette Studienfächer studieren: ein Doppelstudium.

Stundenplan
Definition:

Den muss man sich an Universitäten eher selbst zusammenstellen (bei gewissen Vorgaben), bei FHs sind die Vorgaben grösser, bei BAs am stärksten.

Summa cum laude
Definition:
lat. mit höchstem Lob

Beste Note (sozusagen "0", also besser als 1) bei z.B. Doktorprüfung.
Vgl. cum laude, summa cum laude und Promotion (Gesamtüberblick über die Noten).

TOEFL
Akronym von:
Test of English as a Foreign Language


Der TOEFL wurde von Educational Testing Service (ETS) in Princeton / USA entwickelt. Er ist der international anerkannte englische Sprachtest für den Hochschulzugang. Er kann am Computer oder handschriftlich durchgeführt werden, ab September 2005 soll er auf ein neues Internet-basiertes Format umgestellt werden.

Der TOEFL dauert etwa drei Stunden und besteht aus vier Teilen. Zunächst ist ein 30- minütiger Essay zu schreiben. Danach folgen - als Multiple-Choice - Teile zum Hörverständnis (30-49 Fragen), zur Grammatik (20-25) und zum Leseverständnis (44-55). Ab September 2005 soll der TOEFL auch eine integrierte mündliche Komponente haben.

Teilzeitstudium
Definition:

Ein echtes Teilzeitstudium ist so gestaltet, dass darauf Rücksicht genommen wird, das die/der Studierende nicht Vollzeit studieren kann - warum auch immer. Derartige Angebote (z.B. auch in Form eines Abendstudiums) sind leider rar gesät. Insbesondere als Fernstudium gibt es aber einige Angebote.

Telekom-Sozialtarif
Definition:

Verdient Ihr wenig (oder gar kein) Geld, läuft der Telefonanschluss auf euren Namen und seid ihr am besten noch BAföG-EmpfängerIn? Dann habt ihr relativ gute Chancen auf den Telekom-Sozialtarif. Details dazu lest ihr bei uns.

Mehr dazu: www.studis-online.de/StudInfo/gez_soz.php

Tutorien
Definition:
(Lat. tueri = schützen)

Tutorien finden meist beglietend zu einer Vorlesung in kleineren Gruppen statt. Dadurch besteht hier eher die Möglichkeit, Fragen beantwortet zu bekommen. Wie gut ein Tutorium ist, hängt natürlich stark von dem oder der ab, die es hält, es sind i.a. Studierende aus einem höheren Semester). Oft lernt Studi in Tutorien aber mehr als in der dazugehörigen Vorlesung.


Uni
Definition:
Universität


Hochschule, an der besonders auch Forschung betrieben wird. "Regelstudienzeit" der Fächer i.a. 9 Semester, z.T. (Medizin) etwas länger, bei den seit einigen Jahren eingeführten Bachelor-Studiengängen kürzer. Studium ist im allgemeinen weniger verschult als an FHs oder BAs, wobei sich dies in den letzten Jahren mehr und mehr ändert. Durch schiere Größe meist ein größeres Angebot, auch mal über den Tellerrand zu schauen oder sich in einer Hochschulgruppe zu engagieren, was aber nicht heißen soll, das ginge an einer FH nicht. Die Größe der meisten Unis und die großen Wahlmöglichkeiten bedingen aber auch, dass man mehr auf sich selbst gestellt ist und sich das Studium selbst organisieren muss. Für Praxis-orientierte Leute ist daher eine FH oder BA möglicherweise besser geeignet.

Unibib
Akronym von:
Universitätsbibliothek

Wie der Name schon sagt ... Ist meist eine zentrale Einrichtung der gesamten Hochschule. Daneben haben viele Fakultäten oder Institute eigene Bibliotheken.

Urlaubssemester
Definition:



Ein Urlaubssemester zählt zwar als Hochschulsemester, aber nicht als Fachsemester. BAfoG kann währenddessen nicht bezogen werden - außer man macht einen Auslands-Aufenthalt, für den man evt. Auslands-BAföG beantragen kann.

Um ein Urlaubssemester einlegen zu können, muss man i.a. beim Studierendensekretariat eine Beurlaubung beantragen. Ohne Grund (z.B. Krankheit) geht das normalerweise nicht.

Vorteil eines Urlaubssemesters im Vergleich zur Exmatrikulation ist vor allem, dass man danach problemloser weiterstudieren kann. So gilt weiter die gleiche Prüfungsordnung. Nach einer Exmatrikulation muss man evt. mit einer anderen vorliebnehmen.

VSB
Definition:
Verein für studentische Belange / Studienplatztausch


Nicht kommerzieller, unabhängiger Organisator von Studienplatztäuschen, getragen von vielen Studierendenvertretungen.

VVZ
Definition:
Vorlesungsverzeichnis


Enthält das Vorlesungsangebot einer Hochschule für ein Semester. Oft muß aber doch noch im zuständigen Institut nachgeschaut werden, wann und ob eine Veranstaltung wirklich stattfindet, gerade wenn es keine Standardvorlesungen sind. Viele Fachschaften bieten kommentierte Vorlesungsverzeichnisse an, in dem die Veranstaltungen genauer beschrieben werden und auch mancher deutlicher Kommentar über die Qualität einer Veranstaltung zu finden ist.

Vermögensanrechnung
Definition:

Beim Auszubildenden selbst (also nicht bei seinem Ehegatten und/oder seinen Eltern) wird neben dem Einkommen auch Vermögen angerechnet, sofern dieses eine bestimmte Höhe überschreitet.

Die Angaben zum Vermögen können im Wege eines Datenabgleichs beim Bundesamt für Finanzen kontrolliert werden.

Vorausleistung
Definition:

Zahlen die Eltern nicht den Unterhalt, den sie zahlen müssten und/oder machen sie zu ihrem Einkommen keine Angaben und ist deshalb die Ausbildung gefährdet, kann beim BAföG-Amt ein Antrag auf Vorausleistungen gestellt werden (Formblatt 8).

Mit dem Antrag wird es gewissermaßen in die Hände des Amtes gelegt, die erforderlichen Unterlagen von den Eltern einzufordern bzw. vorausgeleistetes Geld (notfalls im Wege einer Unterhaltsklage) von ihnen zurückzufordern.

Mehr dazu: www.bafoeg-rechner.de/FAQ/vorausleistung.php

Vordiplom
Definition:

Nach üblicherweise 4 Semestern macht man das Vordiplom, i.a. ist das aber keine Blockprüfung mehr, sondern besteht aus einer Anzahl studienbegleitender Prüfungen, die man im Laufe der Semester macht. Mit dem bestandenen Vordiplom hat man das Recht, im Hauptstudium zu studieren.

WG
Akronym von:
Wohngemeinschaft

Nach wie vor beliebte Form des Wohnens unter Studierenden. Gerade in teuren Städten kann man so noch einigermaßen günstig leben.
Manchmal 'nur' Zweck-WG, d.h. man lebt eben zusammen in einer Wohnung und teilt sich die Mietkosten, hat sonst aber nicht viel miteinander zu tun.

Mehr dazu: www.studis-online.de/StudInfo/wohnen.php3

Wahlpflichtfach
Definition:

In vielen Studiengängen sind in der Prüfungsordnung auch Wahlpflichfächer vorgesehen. Man hat dabei die Möglichkeit, aus einem vorgegebenen Katalog eine bestimmte Anzahl aus Fächern zu wählen.

Wartezeit - Wartesemester
Definition:

Falls man bei einem Studiengang, auf dem ein NC liegt nicht eine ausreichende Note hat, kann man auch mit der Wartezeit sich den Anspruch auf einen Studienplatz erwerben. "Die ZVS berechnet die Wartezeit nach der Zahl der Halbjahre, die seit dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung verstrichen sind. Man braucht sich aber nicht in eine Warteliste einzutragen. Wer beispielsweise nach dem Abitur zuerst eine Berufsausbildung absolviert und sich am Ende der Ausbildung zum ersten Mal um einen Studienplatz bewirbt, bekommt die entsprechende Anzahl von Semestern als Wartezeit angerechnet. Das gleiche gilt für Auslandsaufenthalte oder einen 'Dienst' (Wehrdienst, Zivildienst, freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr). Wer ausreichend lange gewartet hat, kommt auch in den NC-Fächern mit Sicherheit zum Studienplatz." (ZVS-Info). Nähere Infos auf den Webseiten der ZVS.

WWW: www.zvs.de/Regeln/Auswahl001/Wartezeit001.htm

Werbungskosten
Definition:

Die Werbungskosten, die man als ArbeitnehmerIn absetzen kann (und damit die Steuern drücken kann), können auch für Studierende interessant sein.

Zum einen beim Kindergeld. Verdient man mehr als man eigentlich darf, kann aber höhere Werbungskosten nachweisen, so kann man den Kindergeldbezug vielleicht doch retten.

Auch beim BAföG und eigenem Einkommen kann es helfen, erhöhte Werbungskosten geltend zu machen.

920 Euro bekommt man aber als Werbungskostenpauschale so oder so schon angerechnet (pro Jahr, bei Teilzeiträumen entsprechend weniger). Nur wenn man also mehr Werbungskosten nachweisen kann, bringt es weiter.

Wohnen
Definition:

Beliebte Wohnenplätze finden Studierende in den Studentenwohnheimen des Studentenwerks (gut und preiswert in der Nachbarschaft mit vielen anderen Studierenden) oder bei privaten Wohnungsanbietern (gut und etwas teurer).
Beliebt sind auch Wohngemeinschaften (WG´s) wo sich mehrere Studis eine Vielzimmerwohnung teilen, gemeinsame Aktivitäten starten und Mietkosten sparen.
Auch werden immer mehr Appartements angeboten - diese sind zwar teurer, aber mit zwei oder drei Mitbewohnern und eigenem Wohn- Schlafzimmer ideal für ein ruhiges Studium.

Wohngeld
Definition:

Bei niedrigem Einkommen ist es u.U. möglich, einen Wohnberechtigungsschein (WBS) für eine Sozialwohnung zu bekommen. Dies gilt in der Regel nicht für Studienanfänger. Auskünfte erhaltet Ihr bei den Wohngeldstellen aller Stadt- und Kreisverwaltungen.
Wohngeld gibt es für Studierende nur in wenigen Ausnahmefällen, siehe den nachfolgend verlinkten Artikel.

Mehr dazu: www.studis-online.de/StudInfo/wohngeld.php

Wohnheim
Definition:

Die Zimmer sind meist recht klein, dafür gehören sie aber auch zu den billigsten Unterkünften, die man bekommen kann. Inzwischen gibt es in manchen Wohnheimen aber auch recht luxuriöse Zimmer und/oder auch Angebote für Paare, z.T. auch mit Kind. Generell ist ein Studierendenwohnheim gerade für Leute, die neu in einer Stadt sind, ein Ort, an dem leicht Anschluss gefunden werden kann, da man ja mit vielen weiteren Studierenden in einem Haus lebt. Allerdings sollte man nicht zu ruhebedürftig sein...
Weitere Informationen finden sie unter

www.studentenwerk-marburg.de

Wohnung - Wohnungssuche
Definition:

Zumindest am Anfang des Studiums hat jede/r das Problem, eine Wohnung bzw. ein Zimmer zu finden. Eine erste Adresse ist das Studentenwerk - hier könnt ihr, wenn ihr euch frühzeitig meldet, für die ersten Jahre eine sichere und preiswerte Bleibe finden.
Für höhere Ansprüche steht die Tagespresse, das schwarze Brett im Studentenwerk und beim AStA sowie das Internet zur Verfügung.

Z.B.
Abkürzung von:
zum Beispiel (z.B.)
ZP
Abkürzung von:
Zwischenprüfung

Allgemein: "Vordiplom" vor allem bei geisteswissenschaftlichen Magister-Studiengängen.

Bezogen auf das BAföG: Wer eine Höhere Fachschule, eine Akademie oder eine Hochschule besucht, kann ab dem 5. Fachsemester nur noch dann gefördert werden, wenn er/sie eine Bescheinigung der Ausbildungsstätte vorlegt, dass die erforderlichen Leistungen erbracht wurden. In vielen Studiengängen sind diese Leistungen mit einer Zwischenprüfung gleichzusetzen. Bei Vorliegen bestimmter Gründe ist nach dem Gesetz eine spätere Vorlage des Leistungsnachweises gerechtfertigt (z. B. Krankheit, Kindeserziehung).

ZPO
Abkürzung von:
Zwischenprüfungsordnung

(gilt für Magister- und Lehramtsstudiengänge)

ZVS
Akronym von:
Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen

Bei Fächern mit bundesweitem NC oder Verteilungsverfahren (genug Studienplätze in ganz Deutschland, aber man bekommt nicht unbedingt einen an der Wunschhochschule) muss man sich bei dieser Stelle um einen Studienplatz bewerben. Die Bewerbungsunterlagen bekommt man an Schulen, bei den Berufsberatungsstellen oder bei den Hochschulen.
55% der Studienplätze werden nach der Note vergeben, 25% nach der Wartezeit. Wer nach diesen Kriterien Pech hat, kann noch darauf hoffen, dass er/sie nach hochschuleigenen Auswahlverfahren genommen wird - 20% der Studienplätze werden so vergeben. Dabei ist keine gesonderte Bewerbung notwendig. Die Hochschulen bekommen die KandidatInnen von der ZVS gemeldet. Allerdings gehen die meisten Hochschulen auch hauptsächlich nach den Noten, meist gewichten sie irgendwelche, für das jeweilige Studienfach wichtigeren, Schulfächer höher.
Bewerbungsfrist für das Wintersemester ist der 15.Juli, für das Sommersemester der 15. Januar.
Nähere Informationen erhält auch das ZVS-Info, das man bei den genannten Stellen oder direkt bei der ZVS bekommen kann.
Adresse:
Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen
Postfach 8000
44128 Dortmund

Wenn Ihr einen Studienplatz tauschen wollt, dann schaut bei einer Studienplatztauschbörse vorbei.



WWW: www.zvs.de

Zugangsvoraussetzung
Definition:

Zugangsvoraussetzung zu einem Studium ist üblicherweise die geeignete Hochschulreife (näheres siehe den verlinkten Beitrag). Bei künstlerischen/musischen Hochschulen kann bei besonderer Begabung auf eine Hochschulreife verzichtet werden.

Bei fast allen künstlerisch-musischen Studiengängen, aber auch bei zulassungsbeschränkten Studiengängen, gibt es noch ein Auswahlverfahren, das man überstehen muss, um den Studienplatz dann tatsächlich zu ergattern.

Zwangsex
Abkürzung von:
Zwangsexmatrikulation

Exmatrikulation, die von der Hochschule angeordnet wird. Tritt ein, wenn Studi nach der Prüfungsordnung das Studium nicht mehr zu Ende führen kann (d.h. durch zu viele Prüfungen durchgefallen ist und / oder die vorgeschriebenen Fristen nicht mehr einhalten kann) oder bestimmte Gebühren nicht bezahlt.

Zweitstudium
Definition:

Weiteres Studium nach einem ersten, abgeschlossenen Studium. BAföG gibt's dafür - außer in sehr wenigen Ausnahmefällen - nicht mehr. In einigen Bundesländern kostet's Studiengebühren.

Übung
Definition:

Zu vielen Vorlesungen werden auch Übungen angeboten, in denen meist an konkreten Aufgaben die Anwendung des in der Vorlesung behandelten Stoffes gezeigt wird.

Verantwortlich: Dr. Uwe Grebe - Zuletzt aktualisiert: 10. Dezember 2005