Hessische Studentenwerke ziehen positive Bilanz. Wahlprüfsteine weisen weitere Modernisierungs- und Ausbaubedarfe auf

Donnerstag, 03. Mai 2018

·         Zahl der betreuten Studierenden in zehn Jahren um 50 Prozent gestiegen

·         1.400 Mitarbeiter der Studentenwerke ermöglichen Leistungssteigerung in allen Bereichen

·         Versorgung mit Essen und Wohnraum, Finanzierungs-, Beratungs- und Kinderbetreuungsangebote essenziell für ein erfolgreiches Studium

·         29 Prozent mehr öffentliche Zuschüsse. Planungssicherheit durch Zielvereinbarung mit dem Land Hessen

·         Weiterhin dringender Handlungsbedarf beim Ausbau der sozialen Infrastruktur

·         7.000 Wohnheimplätze fehlen. Für Sanierungsmaßnahmen zirka 250 Millionen Euro benötigt

·         Hessische Studentenwerke setzen auf Hochschulsozialpakt

Zum Download der Wahlprüfsteine 2018 bitte hier klicken

Darmstadt/Frankfurt am Main/Giessen/Kassel/Marburg, 03.05.2018. Der hessische Hochschulpakt 2016 - 2020 betont die Bedeutung der Unterstützungsangebote von Hochschulen und Studentenwerken für den Studienerfolg. Die fünf hessischen Studentenwerke eint das Ziel, Studierenden in Hessen ein Studium zu ermöglichen und den Studienalltag zu erleichtern. In enger Kooperation mit den Hochschulen erbringen sie an den Hochschulstandorten in Hessen flankierende Leistungen, die auf die Diversität der fast 230.000 Studierenden des Landes abgestimmt sind. Dazu gehören neben der bedarfsgerechten Versorgung mit Essen und Wohnraum zu sozial verträglichen Preisen auch umfangreiche Finanzierungs-, Beratungs- und Kinderbetreuungsangebote.

Die hessischen Studentenwerke blicken auf fünf erfolgreiche Jahre zurück: Die Zahl der betreuten Studierenden stieg in dieser Zeit auf zuletzt nahezu 230.000 Studierende, ein relativer Zuwachs von einem Viertel. Nicht nur mit zusätzlichen Einrichtungen und einer deutlichen Steigerung der Tischplätze um 43 Prozent auf 22.700 Plätze, auch mit zusätzlichen Verpflegungsangeboten sowie verlängerten Öffnungszeiten reagierten die Studentenwerke auf den gewachsenen Bedarf an Angeboten der Hochschulgastronomie. Die Zahl der Wohnheimplätze der Studentenwerke konnte durch Neubau und Sanierung auf immerhin 11.600 Plätze erhöht werden, ein Plus von neun Prozent, was jedoch angesichts des gegenwärtigen Ansturms auf studentischen Wohnraum nicht ausreicht.

Obwohl die Bundesregierung die BAföG-Fördersätze und die Bemessungsgrenzen in diesem Zeitraum einmalig nur im Jahr 2016 und damit unzureichend anhob, konnte in den vergangenen fünf Jahren mehr Studierenden in Hessen als je zuvor dabei geholfen werden, zur Finanzierung des Studiums auf das BAföG zurückzugreifen.

Mit 22.700 Beratungen konnten die hessischen Studentenwerke ihre Beratungsleistungen um über 50 Prozent stei-gern. Die Studentenwerke verstärkten dabei insbesondere die Sozialberatung sowie die psychosoziale Beratung ein-schließlich des Angebotes von Gruppenberatungen, beispielsweise um Lern- oder Vortragskompetenzen zu stärken.

Bei der Erfüllung dieser für ein erfolgreiches Studium notwendigen Leistungen wurden die hessischen Studentenwerke in den vergangenen Jahren durch das Land Hessen deutlich stärker unterstützt und finanziert. Betrugen die öffentli-chen Zuschüsse für soziale Belange in den Mensen und Cafeterien, den Beratungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen im Jahr 2012 noch 10.276.400 EUR, so sind im laufenden Jahr 2018 13.379.000 EUR zu erwarten, ein Plus von 30 Prozent. Eine zwischen dem Land Hessen und den hessischen Studentenwerken im Jahr 2016 abgeschlossene Zielvereinbarung trägt zudem zur Planungssicherheit bei. Die günstigen Verkaufspreise in den Mensen und Cafeterien konnten auf diese Weise stabil, die Einzelberatungen weiterhin kostenlos und die Sozialbeiträge für die Studentenwerke bei durchschnittlich 80 EUR je Semester und Studierendem gehalten werden. Auch die Aufwandserstattung für Bearbeitung der BAföG-Anträge in den bei den Studentenwerken angesiedelten BAföG-Ämtern wurde durch das Hessische
Ministerium für Wissenschaft und Kunst deutlich verbessert.

Gemeinsam mit dem Land Hessen, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, den Abgeordneten, den Städten und den Vertretungen der verschiedenen Fraktionen, den uns partnerschaftlich verbundenen Hochschulenund Studierendenvertretungen sowie vielen anderen Unterstützern konnten in den vergangenen fünf Jahren die genannten
Leistungen erbracht und es konnte darüber hinaus noch vieles mehr erreicht werden. Rund 1.400 Mi tarbeiterinnenund Mitarbeiter in den Küchen der Mensen und Cafeterien sowie der Wohnheime, in BAföG-Ämtern und
Beratungseinrichtungen, aber auch in den unterschiedlichsten Verwaltungsbereichen haben zum Erfolg entscheidend beigetragen.

Da sich die Zahl der Studierenden an den hessischen Hochschulen in den vergangenen zehn Jahren sogar um mehr als50 Prozent erhöhte, besteht beim Ausbau und der Modernisierung der sozialen Infrastruktur an den Hochschulstandorten in allen Bereichen weiter dringender Handlungsbedarf: Trotz zusätzlicher Plätze können derzeit nur sieben Prozent
der hessischen Studierenden in einem öffentlich geförderten Wohnheim unterkommen, das Versorgungsniveauim bundesweiten Durchschnitt liegt jedoch bei zehn Prozent. Es ist daher das Ziel der hessischen Studentenwerke, die fehlenden 7.000 Plätze baldmöglichst bereitzustellen und hierfür Baukostenzuschüsse zu erreichen. Allein bis zum Jahr 2025 werden nach groben Schätzungen über 250 Millionen Euro benötigt, um notwendige Bau und
Sanierungsmaßnahmen für Mensen und Cafeterien durchzuführen. Ausreichende BAföG - Bedarfssätze, gute Betreuungs- und Beratungsangebote sind für ein erfolgreiches Studium essenziell.

Mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen haben die hessischen Studentenwerke Wahlprüfsteine entwickelt, anhand derer sie sich seitens der politischen Parteien in Hessen Positionierungen erhoffen - in Anerkennung des Modernisierungs-und Ausbaubedarfs der kommenden fünf bis zehn Jahre und am besten in Form eines hessischen Hochschulsozialpaktes.

Der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein begrüßte ausdrücklich die Stellungnahme der Studentenwerke - Opens window for sending emailhier geht es zu seinem Statement.


Die Hessischen Studentenwerke online:

www.studentenwerke-hessen.de
studierendenwerkdarmstadt.de
https://www.studentenwerkfrankfurt.de/
www.studentenwerk-giessen.de
www.studentenwerk-kassel.de/meta/start/
www.studentenwerk-marburg.de