Die Mensa auf den Lahnbergen feierte 30. Geburtstag: Gemeinsames Geburtstagstorten-Essen mit allen Gästen

Montag, 12. Oktober 2015

Pünktlich um 12 Uhr am Montag – zur besten Mensa-Zeit also – wurde die Geburtstagtorte angeschnitten. Oberbürgermeister Egon Vaupel, Uni-Kanzler Dr. Friedhelm Nonne, der ehemalige Küchenleiter Klaus Moske und Studentenwerksgeschäftsführer Dr. Uwe Grebe waren gekommen, um der Mensa Lahnberge zum 30. „Geburtstag“ zu gratulieren. Und wie es sich für eine Geburtstagsfeier gehört: Alle Mensa-Gäste bekamen ein Stück vom Kuchen ab.

Zum Start des Wintersemesters 1985 – also genau vor 30 Jahren – nahm die Mensa auf den Lahnbergen nach dreijähriger Bauzeit den Betrieb auf. Zwischen 1,60 Mark und 3,50 Mark kostete zu dieser Zeit in Marburg ein Mensa-Essen für die rund 16.000 Marburger Studierenden. Mittwochs stand Vegetarisches auf dem Speiseplan.

Heute hat sich die Zahl der Studierenden auf fast 27.000 erhöht. Die Preise für ein Mensa-Essen liegen zwischen 1,90 Euro und 3,30 Euro. Mindestens ein vegetarisches Menü täglich gehört schon lange zum Mensa-Standard und mittwochs ist jetzt der Tag, an dem das vegane Menü seinen festen Platz auf dem Speiseplan hat. Klar – in 30 Jahren gibt es viele Neuerungen, finden Veränderungen statt, aber auch mit Kontinuität kann die Mensa nahe dem Uni-Klinikum punkten: Das Wichtigste, nämlich das Team in Küche, ist seit vielen Jahren eine auf einander abgestimmte Einheit. Küchenleiter Edwin Henkel ist ein „Mann der ersten Stunde“, er hat schon zuvor im alten Provisorium, das sich im Mehrzweckgebäude der Naturwissenschaften befand, gekocht.

Und auch die Zufriedenheit der Gäste ist über die Jahre gleich geblieben: Besuchten 1986 laut Sozialstudie des Deutschen Studentenwerks rund 40% der 1,3 Millionen Studierenden der BRD regelmäßig eine Mensa, sind heute durchschnittlich 37% der Studierenden Mensa-Stammkunden, so ist es auch in Marburg. Und dass die Mensa Lahnberge eine große und treue Fangemeinde hat, zeigt sich auch daran, dass 2006 die Leser des Magazins UNICUM die Mensa Lahnberge zur "freundlichsten Mensa Deutschlands" wählten. Dafür wurde ihr das goldene Tablett verliehen.

Was die Mensa auf den Lahnbergen aber besonders auszeichnet, ist ihre ausgefallene Architektur. Die transparente Bauweise, beinahe wie ein überdimensionaler Wintergarten, garantiert maximale Tageslichtnutzung. Und auch die Innengestaltung der Räume ist mit viel Liebe zum Detail gefertigt. So wurde in der Eröffnungsrede zur Einweihung der Mensa verraten: „Kunst am Bau fehlt in diesem Studentenzentrum natürlich nicht. Die Gestaltung der frivolen Phantasiewelten soll dem Künstler außerdem sehr viel Spaß gemacht haben.“ Es lohnt sich also auf jeden Fall, diese Kunstwerke einmal selbst in Augenschein zu nehmen.