Das Studentenwerk Marburg verabschiedet seine dienstälteste Mitarbeiterin

Freitag, 31. August 2018

Vom Azubi zum hauseigenen Wiki - nach 48 Jahren geht Ingrid Hölting in den Ruhestand

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge feierte Ingrid Hölting am Donnerstag ihren Abschied im Kreise ihrer Kollegen.

Von der Schreibmaschine zum Computer, vom Durchschlagpapier in 5-facher Ausfertigung bis zum papierlosen Büro - Ingrid Hölting hat während ihrer 48 Berufsjahre beim Studentenwerk Marburg einige Änderungen miterlebt. Aber eines sei für sie immer gleich geblieben, nämlich der Spaß an der Arbeit, das erklärte sie anlässlich ihrer Abschiedsfeier, die am Donnerstag im Studentenhaus von Kollegen und Weggefährten ausgerichtet wurde. Im Juni 1972 bestand Hölting die Bürogehilfin-Prüfung und arbeitet dann als Mitarbeiterin der Stabsstelle Oragnisation/Innenrevision und zeitweise auch in der Lohnbuchhaltung.

In ihrem allerersten Azubi-Bericht schrieb Hölting mit Tinte und in Schönschrift folgendes: „Somit begann ich am 1. September 1970 meine 2jährige Ausbildung beim Studentenwerk Marburg. Zusammen mit einem zweiten Auszubildenden meldete ich mich an diesem Tag bei der Personalstelle des Studentenwerkes. Der Personalsachbearbeiter hat uns dann nach kurzer Unterredung den Bediensteten der Verwaltung vorgestellt. Außerdem wurden uns alle Räume des Studentenhauses gezeigt. Ich war dabei sehr beeindruckt von der Größe und Vielseitigkeit des Hauses. Ich selbst wurde für das erste halbe Jahr meiner Lehre der Abteilung Förderung zugewiesen. Die ersten Tage habe ich Karteikarten in alphabetischer Reihenfolge geordnet.“ Das Berichtsheft von damals hatte sie zur Verabschiedung dabei -  zum Entzücken der heutigen Azubis des Studentenwerks.

Geschäftsführer Dr. Uwe Grebe verabschiedete seine scheidende Kollegin mit herzlichen Worten und bedankte sich für die langjährige Zusammenarbeit: „Uns verlässt nicht nur unsere älteste „Azubine“, sondern auch unser lebendiges Studentenwerkslexikon, sozusagen das hauseigene Wiki. Vielleicht dürfen wir ja noch einmal bei Ihnen googlen und auf Sie und Ihr Wissen zurückgreifen, wenn da Studentenwerk in knapp drei Jahren seinen 100sten Geburtstag feiert.“, so Grebe zum Abschied.