Feierliche Grundsteinlegung für Studentenwohnheim "Hasenherne" am Studentendorf

Freitag, 11. November 2016

Legten gemeinsam den Grundstein für das Wohnheim "Hasenherne" am Marburger Studentendorf: v.l. Marian Zachow, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Marburg Biedenkopf, die hessische Wohnungsbauministerin Priska Hinz, Marburgs Oberbürgerneister Dr. Thomas Spies, Studentenwerksgeschäftsführer Dr. Uwe Grebe, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks Achim Meyer auf der Heyde und die Präsidentin der Philipps-Universität Marburg Dr. Katharina Krause.

Feierlich wurde heute auf dem Gelände „Hasenherne“ direkt am Marburger Studentendorf der Grundstein für den Bau eines neuen Studentenwohnheims mit 80 Wohnplätzen gelegt.

Das Bauprojekt wird realisiert mithilfe von Fördermitteln aus dem wohnungspolitischen Sonderprogramm des Landes Hessen „Förderung des studentischen Wohnens“ in Höhe von 1.360.000 Euro. Insgesamt beträgt die Investitionssumme rund 5,7 Millionen Euro. Das Grundstück wurde dem Studentenwerk  Marburg vom Land Hessen als Erbbaugrundstück zur Verfügung gestellt.

„Die klassische Studenten-WG ist ein wesentlicher Konkurrent um freie Wohnungen auf dem Wohnungsmarkt“, sagte die hessische Wohnungsbauministerin Priska Hinz anlässlich der Grundsteinlegung. „Neue Wohnheimplätze für Studierende wirken sich deshalb immer auch positiv auf den allgemeinen Wohnungsmarkt aus.“

Mit seinen 25 Zwei-Zimmer-Wohnungen und 10 Drei-Zimmer-Wohnungen und einer Gesamtwohnfläche von rund 1997 Quadratmetern ist das Haus optimal auf die Bedürfnisse von Studierenden, die sich gern in Wohngemeinschaften zusammenfinden möchten, zugeschnitten. Aber auch studentischen Familien mit Kind bietet das neue Wohnheim ein komfortables und modernes Zuhause mit guter Infrastruktur, denn alle Einrichtungen des Studentendorfes wie z. B. das Internationale Studien- und Begegnungszentrum (Max-Kade-Zentrum) und die Bibliothek können von den Bewohnern mitgenutzt werden. Geplant ist, dass die ersten Bewohner im April 2018 einziehen können.

Weshalb sich das Studentenwerk für ein WG-Konzept entschieden hat, erklärte Dr. Uwe Grebe, Geschäftsführer des Studentenwerks Marburg: "Die Kultur des Teilens ist ein Trend, der immer beliebter wird. Hier in Marburg ist das für den Bereich des Wohnens allerdings schon lange etabliert: Nirgendwo in Deutschland gibt es so viele Wohngemeinschaften wie hier. Knapp 50 Prozent der Studierenden leben in einer WG. Obwohl diese Wohnform auch in anderen Universitätsstädten immer beliebter wird, liegt ihr Anteil laut der 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks bundesweit bei „nur“ 29 Prozent. Damit sind wir Deutschlands WG-Hauptstadt.“, so Grebe.

Der Vorteil einer Wohngemeinschaft liegt auf der Hand: Es ist eine günstige Form des Wohnens, da sich die Kosten auf alle Bewohner verteilen und damit niedriger sind, als das bei einer Singlewohnung der Fall ist. Aber die WG hat noch andere Vorzüge: In einer Wohngemeinschaft finden viele Neulinge schnell Anschluss, oft werden die Mitbewohner zum Familienersatz. Gerade für Marburg trifft dies zu, denn anders als andere Städte hat Marburg keine Pendleruniversität – das „Hotel Mama“ ist also oft so weit entfernt, dass gar keine andere Möglichkeit bleibt, als den Sprung in die Eigenständigkeit zu wagen. Bei einer Miete von 7,44 pro Quadratmeter für ein modern eingerichtetes Zimmer im Neubau „Hasenherne“  am Studentendorf dürfte das aber nicht schwer fallen. 

Mit dem neuen Haus erweitert sich das Angebot im Marburger Studentendorf – dem größten Standort für Studentisches Wohnen in Marburg -  auf rund 900 Wohnheimplätze. Das Studentendorf ist zentral gelegen und bietet Studierenden eine bezahlbare und moderne Wohnmöglichkeit. Ob Einzelzimmer, Appartement, WG oder Familienwohnung – alle Wohnformen sind in den künftig 9 Wohnheimen abgebildet. Hier wird gelernt, gewohnt,  gefeiert und in vielen Sprachen kommuniziert. Studierende aus allen Gegenden Deutschlands treffen hier ausländische Kommilitonen aus allen Kontinenten.