Studentenwerke Marburg und Poitiers: Lebendige Partnerschaft seit 35 Jahren

Dienstag, 31. Mai 2011

Zehn Mitarbeiter des Studentenwerks (C.R.O.U.S.) Poitiers verbrachten eine ereignisreiche Woche bei ihrem Partnerschafts-Studentenwerk Marburg. Gemeinsam besuchten die Kollegen das Opel-Werk in Rüsselsheim.

Ganz so alt wie der Opel Torpedowagen 6/16 aus dem Jahr 1911 links im Bild ist die Partnerschaft zwischen den Studentenwerken Marburg und Poitiers zwar noch nicht, aber es wird daran gearbeitet: „Der Austausch zwischen dem Studentenwerk Marburg und dem C.R.O.U.S. Poitiers besteht bereits seit 35 Jahren und uns gehen die Ideen nicht aus“, sagte Dr. Uwe Grebe, Geschäftsführer des Marburger Studentenwerks, bei einem Empfang aus Anlass des Besuchs aus Frankreich im Rathaus. Zehn Mitarbeiter des Studentenwerks (C.R.O.U.S.) Poitiers verbrachten die Woche vom 23. bis zum 28. Mai bei ihrem Partnerschafts-Studentenwerk Marburg

 Bei diesen jährlichen Treffen stehen neben kulturellen Angeboten und persönlichem Austausch auch Arbeitskreise zu einem bestimmten Thema auf dem Programm – in diesem Jahr tauschten sich die Kollegen über das Fachgebiet Arbeitssicherheit aus. Die lebhaften Diskussionen dazu zeigten, dass damit ein zentraler Punkt angesprochen wurde, der abteilungs- und offenbar auch länderübergreifend für alle Mitarbeiter von großer Bedeutung ist. Ob bei der Arbeit mit scharfen Schneideutensilien in der Küche, bei Außen- und Dacharbeiten an Gebäuden oder auch beim vermeintlich harmlosen Hantieren mit elektrischen Geräten im Büroalltag gilt: Sicherheit steht an erster Stelle! Wie das konkret beim Partner umgesetzt wird, galt es zu erkunden.

Das Thema Arbeitssicherheit bestimmte auch die Ausflugsziele, die die Mitarbeiter beider Studentenwerke gemeinsam unternahmen: Eine Führung bei der Berufsfeuerwehr in Frankfurt stand ebenso auf dem Programm wie die Tour durch das Opelwerk in Rüsselsheim.

 Auch kulturelle Sehenswürdigkeiten in der Region besuchte die deutsch-französische Gruppe gemeinsam. Zuerst natürlich die nähere Umgebung – an den Empfang in der Philipps-Universität schloss sich eine Führung durch die Marburger Innenstadt und die Elisabethkirche an. In den folgenden Tagen wurden die Kreise weiter gezogen und die historische Altstadt von Braunfels und das gleichnamige Schloss erkundet. Eingestimmt durch den dort besichtigten Rittersaal nebst Rüstungen und historischer Waffensammlung ging es, zurück in Marburg, zu einem zünftigen Ritteressen ins Kellergewölbe der alten Ochsenbraterei.

 Da sich Freundschaften beim gemeinsamen Essen bestens pflegen lassen und man die Besonderheiten einer Region auch mit dem Gaumen entdecken sollte, wurden die Gäste aus Frankreich kulinarisch vom Küchenteam der Marburger Mensen mit allem verwöhnt, was die hessische Küche an regionalen und saisonalen Spezialitäten zu bieten hat: Ein Spargelessen setzte ebenso hessische Akzente wie die typische Marburger Kartoffelsuppe, der „Handkäs mit Musik“, Käse aus dem Vogelsberg oder frische Erdbeeren aus hessischem Anbau. Auch an´s „Stöffchen“ wagten sich die Gäste aus Frankreich heran – ob in flüssiger Form oder als Apfelweincreme-Dessert.

 Zum Abschluss ihres Besuchs in Marburg feierten die Gäste aus Frankreich das „Marburger Hafenfest“, zu dem eine weitere Delegation aus Poitiers anreiste. Eine ereignisreiche Woche also, in deren Verlauf die überaus lebendige Partnerschaft zwischen Marburg und Poitiers gelebt wurde.

 Kontakt: Franziska Busch, Studentenwerk Marburg, Öffentlichkeitsarbeit (06421/296-113)