Historie
Über 85 Jahre Studentenwerk Marburg
1920
Die mensa academica wird unter der Bezeichnung "Studentenheim" eröffnet und verköstigt etwa 150 Studenten.
1921
Die Satzung des Vereins "Studentenheim Marburg e.V." wird am 22. Februar errichtet. Vorstandsvorsitzender wird Prof. Dr. Franz Leonhard. Der Student Hans Sikorski leitet den "Wirtschaftskörper".
1922
Erwerb eines Hauses in der Reitgasse 11, das als Studentenheim mit Mensa, Lese-, Schreib- und Aufenthaltsräumen bis 1962 genutzt wird.
1923
Eine Studentenbank wird gegründet, deren Gutscheine mit Brennholzdeckung in der Schlußphase der Inflation selbst von der Straßenbahn als Notgeld akzeptiert werden.
1924
Das Haus Sybelstraße 14, genannt Bettinahaus, wird von Prof. Dr. Hermelink für den Verein erworben.
1927
Das Dr.-Carl-Duisberg-Haus wird durch den Namensgeber gestiftet; durch kirchliche Spenden kann der Forsthof gekauft werden. Hier lebte von 1802 bis 1805 die bedeutende Schriftstellerin Bettina Brentano (1785-1859).
1933
Umbenennung in "Studentenwerk Marburg e.V.". Das Studentenwerk wird 1938 aufgelöst und dem Reichsstudentenwerk Berlin angegliedert.
1946
Das Studentenwerk Marburg wird als "Treuhandsondervermögen" der Philipps-Universität übertragen. Die Militärregierung gibt das Dr.-Carl-Duisberg-Haus und den Forsthof für das Studentenwerk frei.
1947
Das Bettinahaus wird von der Besatzungsmacht freigegeben. Das Studentenwerk erhält eine zweite Mensa in der Gutenbergstraße 18 (1.500 Essen/Tag). Die Mensa Reitgasse 11 gibt täglich bis 2500 Essen aus.
1948 bis 1950
erfolgen großzügige Sach- und Lebensmittelspenden aus den USA, der Schweiz und aus Schweden. Die Mensa Gutenbergstraße wird geschlossen.
1950
Die örtlichen Studentenwerke schließen sich in Marburg zum "Verband Deutscher Studentenwerke e.V." zusammen.
1953
durch den Kauf des Hauses Reitgasse 13 wird die bestehende Mensa Reitgasse 11 erweitert und für die Verwaltung zusätzlich Platz geschaffen.
1957
das Studentenwerk wird mit der Durchführung der Studienfinanzierung nach dem Honnefer Model betraut (2.000 Förderanträge pro Jahr). Ab 1971 nach dem BAföG.
1961
Grundsteinlegung für das Studentendorf (820 Wohnheimplätzen). Die Häuser Richtsberg 88 und Ritterstraße 13 für Studentenehepaare und das Konrad-Biesalski-Haus als Wohnheim für körperbehinderte Studierende erweitern in den Folgejahren die Wohnraumkapazität um 392 Plätze.
1962
Die neue Mensa Erlenring mit Studentenhaus wird eingeweiht. Mit Wirkung vom 1. April wird das Studentenwerk in eine Anstalt des öffentlichen Rechts umgewandelt.
1969
Eröffnung des speziell nach den Bedürfnissen von Studierenden mit Behinderungen neu gebauten Konrad-Biesalski-Hauses (KBH) - deutschlandweit ist das KBH das erste Behindertenwohnheim dieser Art.
1976
Bau der Studentenwohnheime Karl-Egermann-Haus und Wehrda. In 1977 wird das Christian-Wolff-Haus vom Marburger Universitätsbund gekauft und ab 1990 um vier weitere Wohnheime erweitert.
1985
1985 wird auf den Lahnbergen das Studentenzentrum mit Mensa und Cafeteria eröffnet. Das Studentenwerk Marburg beschäftigt ca. 270 Mitarbeiter wovon 120 nicht die volle Zeit arbeiten.
1997
Das Studentenwerk -Amt für Ausbildungsförderung- wird zuständig für angehende Meister und Teilnehmer an Vorbereitungen bezüglich des sog. Meister-BAfög. Im Dezember fällt der Startschuß für den Bau des Behindertenaufzuges am Studentenhaus am Erlenring.
1998
Im Juli kann der Behindertenaufzug eingeweiht werden. Im Anschluß daran fällt der Startschuß für den Umbau der Cafeterien (Ebene 0) am Erlenring. Der Betrieb läuft während der Umbaumaßnahmen weiter.
1998
der Umbau der ersten Gebäudehälfte des Franz-Lambert-Hauses ist zum Beginn des WS 1998/1999 abgeschlossen. Aus 49 Einzelzimmern entstehen 32 Appartements mit jeweils Bad, Küchenzeile und moderner Infrastruktur (Internet-, TV- und Telefon-Anschluß)
1999
Im Mai findet die Einweihung des neuen Bistro in der Ebene 0 des Studentenhauses statt.
WS 1999/2000
Der Umbau der zweiten Gebäudehälfte des Franz-Lambert-Hauses ist abgeschlossen. Das Studentenwerk hat somit zur Zeit eine Wohnraumkapazität von 2.155 Wohnheimplätzen.
Im Dezember wird das 30-jährige Bestehen des Konrad-Biesalski-Hauses gefeiert.
Am 15. Dezember übernimmt ein Bioreaktor die Klärung der Abwässer des Studentenhauses.
2000
Im Januar werden im Zuge der Eröffnung der neuen Spülküche die Tabletts aus Metall in der Mensa Erlenring ausrangiert und gegen Porzellangeschirr ersetzt.
26. Juni 2000
Der erste Teil der sanierten Essenausgabe der Mensa (Ebene 2/grosser Speisesaal) wird eröffnet
Juli 2000
Die Bewohner des Konrad-Biesalski-Hauses (KBH) erhalten einen Internet-Zugang in ihr Studentenzimmer.
Ende Juli 2000
Beginn der Bauarbeiten des Zootomieplatzes vor dem Studentenhaus.
Oktober 2000
Die Renovierungsarbeiten der ersten Hälfte des Adolf-Reichwein-Hauses sind beendet. Aus 62 Zimmern entstanden 52 Einzelzimmer mit Dusche, Kleinküche und Internet-Zugang etc.
Oktober 2001
Der Info-Point im Eingangsbereich des Studentenhauses wird geöffnet und dient als erste Anlaufstelle für Besucher.
April 2002
Eröffnung unser Cafetreia "Cafe Leonardo" im Audi-Max zum 550. Geburtstag von Leonardo da Vinci, geb. 15.04.1452.
Januar 2003
Wohnheim am Richtsberg 88 wird mit Internetzugang ausgestattet
Oktober 2003
Nach umfangreicher Renovierung wird unsere Milchbar eingeweiht
November 2003
Das Sylvester-Jordan-Haus kann nach Renovierungsarbeiten wieder bezogen werden.
Mai 2004
Der Geschäftsführer, Dr. Dieter Meinke, geht in den Ruhestand. Sein Nachfolger, Dr. Uwe Grebe, wird feierlich in sein neues Amt eingeführt.
Oktober 2004
Mit Beendigung des 2. Bauabschnittes werden den Studierenden im Sylvester-Jordan-Haus 44 neue Einzelappartements übergeben.
Das Buffet Lahnberge, im Institutsgebäude in der Hans-Meerwein-Straße, erhält einen neuen Verkaufsbereich und nimmt nach 5-monatiger Sanierung wieder seine Arbeit auf.
Juli 2005
Die Kindertagesstätte des Studentenwerks feiert ihr 40-jähriges Bestehen
Oktober 2005
Die Mensa Lahnberge feiert ihren 20. Geburtstag. Gleichzeitig kann die Küche - nach erfolgter Sanierung - wieder in Betrieb genommen werden.
Februar 2006
Das Studentenwerk Marburg wird am 22. Februar 85 Jahre alt.
Februar 2006
Neuer Internetauftritt des Studentenwerks geht online - 100 Prozent barrierefrei, multilingual und serviceorientiert.
Juni 2006
30jähriges Jubiläum der Partnerschaft zwischen dem Studentenwerk Marburg und CROUS Poirtiers.
November 2006
Im ersten Bauabschnitt der sog. Punkthäuser des Studentendorfs werden insgesamt 40 neue Bäder geschaffen.
November 2006
In den Mensen des Studentenwerks wird ein neues Recyclingsystem eingeführt.
Februar 2007
Ein Schlüsselerlebnis geht zu Ende - die Ucard löst den U-Key als bargeldloses Zahlungssystem in den Mensen und Cafeterien ab.
Juni 2007
Das Konrad-Biesalski-Haus erhält neue, für Schwerstbehinderte geeignete Appartments - gefördert durch die Paul Lechler Stiftung.
Oktober 2007
Café Si als neue „Kaffeeoase für faires Relaxen“ im Foyer des Studentenhauses am Erlenring eröffnet. Gemeinsam mit der Fair Trade Company GEPA bietet das Studentenwerk Marburg im Cafè Si fair gehandelte Kaffee-, Tee- und Schokoladenspezialitäten an.
Mensa Lahnberge: neue Spülmaschine sowie neuer Fußboden in der Spülküche eingebaut.
November 2007
Wiedereröffnung des Wilhelm-Herrmann-Hauses im Studentendorf, das in dreimonatiger Rekordzeit komplett saniert und modernisiert wurde.
Oktober 2008
Das Jung-Stilling-Haus im Studentendorf mit 105 neuen Einzelzimmern wird nach viermonatiger Sanierungszeit wieder eröffnet.
November 2009
Feier zum 40. Jahrestag des Konrad-Biesalski-Hauses sowie Einweihung weiterer vier modern umgebauter und komplett behindertengerecht eingerichteter Appartements.
Dezember 2009
Fassadenrenovierung am Studentenhaus Erlenring abgeschlossen: Die dringend notwendige Erneuerung von rund 900 m² Glasfassade auf der Lahnseite sowie der Südseite des 1962 entstandenen Gebäudes kann im Rahmen des Konjunkturprogramms II innerhalb weniger Monate erfolgreich durchgeführt werden.
Mai 2010
Mit der Kita Erlenring wird eine weitere Kinderbetreuungseinrichtung des Studentenwerks für Kinder von 6 Monaten bis drei Jahren eröffnet.
Verantwortlich: Dr. Uwe Grebe - Zuletzt aktualisiert: 27. Juli 2010