Führungsrichtlinien - Leitlinien für Zusammenarbeit und Führung im Studentenwerk Marburg

Kundenorientierung, Servicequalität und Wirtschaftlichkeit unter Wahrung des sozialen Auftrages sind die wesentlichen Faktoren für die erfolgreiche Arbeit und für die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des Studentenwerks Marburg. Dies erfordert ein hohes Maß an Flexibilität, Lern- und Verantwortungsbereitschaft sowie vertrauensvoller Zusammenarbeit aller Führungskräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In diesem Sinne übernehmen alle Beschäftigten die Mitverantwortung für das Image des Studentenwerks Marburg.

Unsere partnerschaftliche Führungsstruktur soll sich dadurch auszeichnen, dass sie allen unseren Mitarbeiter/innen viele Möglichkeiten für eine mitgestaltende Beteiligung an Entscheidungsprozessen bietet. Die persönlichen Bedürfnisse, Neigungen, Fähigkeiten und das Wissen der einzelnen MitarbeiterInnen finden Berücksichtigung. Weiterbildungs- und Qualifikationsmaßnahmen werden aktiv durch Vorgesetzte gefördert. 

Alle Führungskräfte und MitarbeiterInnen verpflichten sich gleichermaßen, ihr Handeln an den Leitlinien der Führung und Zusammenarbeit auszurichten.

Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gilt

Unsere Betriebsgemeinschaft soll von Fairness, Kollegialität, Aufrichtigkeit, Toleranz, Teamgeist und vertrauensvollem Miteinander geprägt sein, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen.

Wir treten alle für eine Unternehmenskultur ein, in der zufriedene und motivierte MitarbeiterInnen ihre Aufgaben gerne erfüllen und hierdurch zu einer hohen Gast- und Kundenzufriedenheit beitragen.

Wir nutzen unsere Potentiale für ein kreatives Wissensmanagement und für die stetige Weiterentwicklung einer fruchtbaren, effizienten und von Aufrichtigkeit und Toleranz geprägten Kommunikationskultur.

Führungskräfte und MitarbeiterInnen respektieren sich in ihren jeweils unterschiedlichen Aufgaben, Rollen und den damit verbundenen Rechten und Pflichten.

Alle MitarbeiterInnen erfüllen die ihnen übertragenen Aufgaben, handeln und entscheiden im Rahmen ihrer Befugnisse selbständig und aus eigener Initiative und Verantwortung. Sie vertreten ihre Arbeitsergebnisse soweit wie möglich selbst.

Gegenseitige, rechtzeitige und zielorientierte Information ist ein notwendiger Bestandteil für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Jede/r informiert sich und andere nach besten Kräften und weist auf erkennbare Informationsdefizite hin. Information ist keine Einbahnstraße.

Alle Formen der Zusammenarbeit (z.B. Teamarbeit) werden gefördert. Dadurch wird die Aufgabenwahrnehmung wirtschaftlicher und wirkungsvoller gestaltet und die Arbeitszufriedenheit erhöht.

Alle MitarbeiterInnen sind loyal.

Fehler sind unvermeidlich, aber möglichst zu vermeiden. Zu einem offenen Umgang miteinander und einer zukünftigen Fehlervermeidung gehört, dass Fehler zugegeben werden können und Kritik angenommen wird.

Die direkte Äußerung und die Annahme konstruktiver Kritik sind selbstverständlich und erwünscht. Offene und faire Kritik fördert als eine Form der kollegialen Beratung und Unterstützung die konstruktive Zusammenarbeit und die positive Entwicklung des Studentenwerks.

Jede Form der Diskriminierung ist zu unterlassen.

Alle respektieren gegenseitig den Menschen mit seinen unterschiedlichen Stärken und Schwächen und berücksichtigen vorhandene Einschränkungen und Behinderungen. Jeder Mensch ist gleich wertvoll und gleich wichtig.

Alle erweitern ständig ihre eigenen fachlichen, methodischen, sozialen und persönlichen Kompetenzen.

Konflikte sind eine unvermeidbare Konsequenz unterschiedlicher Ziele, Interessen, Sichtweisen, Bewertungen etc. in unserer komplexen Organisation. Konflikte müssen von den Führungskräften erkannt und gemeinsam mit den Konfliktparteien konstruktiv und sachlich bearbeitet werden. Dabei können die Konfliktparteien die Hilfe Dritter in Anspruch nehmen.

Führungskräfte

Führungskräfte im Sinne dieser Leitlinien sind alle Beschäftigten, die Personal- und/oder Ergebnisverantwortung tragen.

Die Personalverantwortung beinhaltet die Weisungsbefugnis gegenüber unterstellten MitarbeiterInnen sowie die Fach- und Dienstaufsicht.

Führungskräfte sind nicht nur in ihrer Fachkompetenz gefordert, sondern übernehmen auch die Verantwortung für den Einsatz des Personals und der Mittel.

Klarheit, Glaubwürdigkeit und Vertrauen sind Kernelemente eines kooperativen Führungsstils.

Führungskräfte planen und handeln im Interesse des gesamten Studentenwerks. Sie tragen eine besondere Verantwortung für das Erreichen der Unternehmensziele in ihrer Organisationseinheit. Gegenüber ihren MitarbeiterInnen vertreten sie die Interessen des Studentenwerks als Arbeitgeberin. Sie schaffen die notwendigen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für eine effektive und wirtschaftliche Aufgabenerfüllung.

Führungskräfte haben Vorbildfunktion.

Sie schaffen eine Vertrauensbasis als Fundament einer erfolgreichen Zusammenarbeit Gegenseitiges Verständnis baut Vertrauen auf und Ängste ab.

Führungskräfte treffen Entscheidungen in ihrem Zuständigkeitsbereich, soweit diese nicht in eigener Zuständigkeit von MitarbeiterInnen getroffen werden können. Sie übernehmen die Verantwortung für diese Entscheidungen. MitarbeiterInnen werden frühzeitig an Planungsprozessen und Entscheidungsfindungen beteiligt. Ihre besonderen Kenntnisse und Erfahrungen werden einbezogen.

Führungskräfte übertragen Verantwortung, fördern und fordern, dass MitarbeiterInnen ihre Aufgaben eigenverantwortlich wahrnehmen.


Sie ermöglichen MitarbeiterInnen ihre Arbeitsergebnisse zu vertreten.

Führungskräfte vereinbaren eindeutige, erreichbare Ziele mit ihren MitarbeiterInnen und überwachen die Zielerreichung. Ausreichende Ressourcen und realistische Rahmenbedingungen müssen Teil der Zielvereinbarungen sein. Bei knappen Ressourcen müssen Prioritäten gesetzt werden.

Die Delegation von Aufgaben und Verantwortung hat nach Fähigkeiten und Kapazitäten klar und eindeutig zu sein.

Die MitarbeiterInnen werden regelmäßig in Dienstbesprechungen und Teamsitzungen informiert. Gemeinsam soll eine Besprechungskultur gefördert werden, in der alle TeilnehmerInnen Verantwortung für den Verlauf der Sitzungen übernehmen. Alle vorhandenen, geeigneten Instrumente und Methoden zur effizienten Gestaltung von Gruppensitzungen und Besprechungen werden genutzt.

Alle Führungskräfte verpflichten sich, ihre MitarbeiterInnen zur Eigeninitiative und zu Verbesserungsvorschlägen zu ermutigen. Jede/r Mitarbeiter/in ist aufgefordert, an Problemlösungen mitzuarbeiten und Lösungsansätze vorzutragen.

Führungskräfte erkennen die Leistung von MitarbeiterInnen an,

setzen sich mit deren Arbeitsergebnissen inhaltlich auseinander, geben ihnen eine konstruktive Rückmeldung und helfen ihnen bei der Fehlerbewältigung.

Führungskräfte motivieren ihre MitarbeiterInnen,

höherwertige Tätigkeiten, Verantwortung und Führungspositionen zu übernehmen und fördern damit deren Arbeitszufriedenheit.

Schlussbemerkung

Die Leitlinien für Führung und Zusammenarbeit dürfen nicht als isoliertes Handlungspapier gesehen werden. Sie erfordern die Entwicklung und Einführung weiterer personalwirtschaftlicher Instrumente.

Alle MitarbeiterInnen sind aufgerufen, diese Leitlinien durch entsprechendes Handeln umzusetzen. Sie müssen sich an den hier festgelegten Grundsätzen messen lassen.

Führungsverhalten und Zusammenarbeit können nicht verordnet werden. Vorliegende Leitlinien sind somit eine Selbstverpflichtungserklärung aller MitarbeiterInnen. Die Einhaltung dieser Leitlinien ist eine dienstliche Nebenpflicht und geht in die Beurteilung ein.

Verantwortlich: Dr. Uwe Grebe - Zuletzt aktualisiert: 18. Oktober 2011