Dr. Carl-Duisberg-Haus

Der Eingang vom Gisonenweg

Schlossblick
Die Vorderansicht des Hauses
Die Rückseite des Hauses
Zimmerbeispiel

Gisonenweg 2

Bestehend aus einem Wohnhaus und Anbau mit
97 Einzelzimmern und 5 Einzelappartements

Baujahr: Altbau: 1927; Anbau: 1959
Modernisierung: 2011

Mietpreis: 190,00 € bis 321,00 € (inkl. Internet)
Kaution: 200,00 € bis 250,00 €
Zimmergrößen: 9,47 - 27,06 qm

Internet-Tutor: Sager, Christian 0162-6924139
Internet-Tutor: Paudel, Jagadisch 0157-38813619

Ausstattung

  • die Zimmer/Appartements sind voll möbliert
  • Telefonanschluss, Fernsehanschluss und Internet
  • Gemeinschaftssanitäreinrichtung je Etagenhälfte
  • Fahrradkeller im Forsthof
  • Tischtennisraum
  • Gemeinschaftsräume
  • Klavier
  • Großzügige Außenanlage mit Grillplatz
  • Gemeinschaftsküche je Etagenhälfte
  • Waschmaschinen und Wäschetrockner

Verbindungen

Entfernungen:

  • Mensa I (Stadtmitte) 1 km
  • Mensa II (Lahnberge) 7 km
  • Hauptbahnhof 3 km  

Busverbindungen:
Linie 16 einmal pro Stunde, weitere Busse ab Universitätsstraße

Dienstleistungen

Der Mietpreis setzt sich zusammen aus der Kaltmiete und den Nebenkosten.
Im Rahmen der Nebenkosten bieten wir unseren Mietern folgende Dienste/Leistungen an:

  • Bereitstellung von Bettwäsche inkl. Reinigung
  • Reinigung aller Gemeinschaftsflächen, Fensterreinigung
  • Strom, Wasser, Heizung, Müllabfuhr
  • Reinigungsmaterial, Toilettenpapier
  • Reparaturen, Pflege der Außenanlage
  • Reinigung der Gemeinschaftsküchen
  • Ersatz von Lampen, Sicherungen

 

Dr. Carl Duisberg – eine kritische Würdigung

Im Jahr 1927 stiftete Dr. Carl Duisberg, Chemiker, Generaldirektor des Bayer Konzerns und später erster Aufsichtsratsvorsitzender der IG-Farbenindustrie, anlässlich des 400-jährigen Jubiläums der Philipps-Universität dieses Haus dem Verein „Studentenheim Marburg e.V.“, Vorläufer des heutigen Studentenwerks Marburg. Mit der Stiftung des Hauses wurde einer der ersten Grundsteine gelegt zur Versorgung Marburger Studierender mit günstigem Wohnraum.

Carl Duisberg (1861-1935) war eine bedeutende, aber zugleich ambivalente Persönlichkeit der deutschen Wirtschaft im beginnenden 20. Jahrhundert. Er machte durch wissenschaftliche Innovationen und vor allem durch sein strategisches unternehmerisches Handeln und seinen Weitblick die Bayer-Werke in Leverkusen zu einem führenden Chemieunternehmen in Deutschland. Mit dem Zusammenschluss der deutschen Farbenindustrie in der IG Farben gelang ihm eine wirkungsvolle Bündelung wirtschaftlicher Potentiale in Deutschland. Das war zugleich Ausdruck seiner nationalen gesellschaftspolitischen Grundhaltung, in deren Zentrum seine Vorstellung eines starken Deutschland stand. Einerseits aus einer solchen – sich national und patriotisch verstehenden – Gesinnung heraus, andererseits auch im Interesse des eigenen Unternehmens betrieb er im Ersten Weltkrieg maßgeblich den Einsatz von Giftgas sowie die Zwangsrekrutierung ausländischer Zivilbevölkerung für den Arbeitseinsatz in der deutschen Kriegsindustrie. Duisbergs Selbstverständnis als Unternehmer war freilich zugleich geprägt von den sozialen Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber. Unter seiner Ägide wurden in den Bayer-Werken der Neun-Stunden-Tag eingeführt und die Lebensbedingungen der Arbeiter umfassend verbessert. Zeitlebens der Wissenschaft zugetan, war er nach dem Ersten Weltkrieg maßgeblich an der Gründung der „Notgemeinschaft der deutsche Wissenschaft“ (Vorläufer der heutigen Deutschen Forschungsgemeinschaft) und der Deutschen Studentenhilfe (Vorläufer des Deutschen Studentenwerks) beteiligt. In diesem Kontext ist auch die Stiftung des Hauses in Marburg zu sehen.

 

 

Verantwortlich: Hans-Peter Hardt - Zuletzt aktualisiert: 9. Juni 2016