Wohnen für Hilfe

Wohnraum bieten und dafür Unterstützung im Alltag erhalten – das ist die Idee hinter dem Projekt „Wohnen für Hilfe“, das vom Studentenwerk Marburg gemeinsam mit der Freiwilligenagentur Marburg ins Leben gerufen wurde.

Konkret bedeutet das: Menschen, die ein Zimmer oder gar eine Wohnung in ihrem Haus frei haben, stellen diesen Raum Studierenden kostenlos oder günstig zur Verfügung. Dafür übernehmen diese kleinere Aufgaben im Haushalt. Ob bei der Gartenarbeit, beim Einkauf, sei es die regelmäßige Fahrt zum Arzt oder die wöchentliche Unterstützung beim Hausputz – wie die Hilfe im Einzelfall aussieht, das wird zuvor schriftlich festgelegt.

Das Projekt schafft damit zum einen günstigen Wohnraum für Studierende in einer Stadt, in der erschwingliche, private „Studentenbuden“ Mangelware sind. Zum anderen unterstützt es z. B. ältere Menschen, denen es so möglich ist, länger in ihrer gewohnten Umgebung, also in ihrem eigenen Zuhause, zu leben. Dabei ist keinesfalls gemeint, dass Studierende als Pflegekräfte eingesetzt werden – es geht um Hilfe im Alltag, um Gesellschaft, den gegenseitigen Austausch und um Aufmerksamkeit.

Zwar wendet das Projekt sich in erster Linie an Senioren als Wohnraumüberlasser - aber auch andere Wohnpartnerschaften sind natürlich möglich. Etwa die junge Familie, die Hilfe bei der Kinderbetreuung oder im allgemeinen Alltagstrubel benötigt oder der Singlehaushalt, der das Haustier in guten Händen wissen möchte oder oder oder...

Vermittelt und betreut werden diese Wohnpartnerschaften vom Studentenwerk Marburg, hier können sich interessierte Vermieter und Studierende melden. Ansprechpartner: Krystyna Heidenreich und Franziska Busch, Telefon 06421/296-113.

„Natürlich gehört für beide Seiten ein bisschen Mut dazu, sich darauf einzulassen“, sagt Dr. Uwe Grebe, Geschäftsführer des Studentenwerks Marburg, „aber wenn die Chemie stimmt und die Grundvoraussetzungen gegenseitiger Rücksichtnahme und Toleranz vorhanden sind, lassen sich mit Hilfe des Studentenwerks fast immer die richtigen Partner vermitteln.“

Bevor ein Mietvertrag, in dem alle Vereinbarungen festgehalten werden, abgeschlossen wird, sollten sich Mieter und Vermieter aber zusammensetzen, kennenlernen und ihre gegenseitigen Erwartungen ehrlich aussprechen. Bei diesem Treffen kann der Ansprechpartner des Studentenwerks auf Wunsch vermitteln und moderieren. Kommen beide Parteien dann auf einen gemeinsamen Nenner, gibt es bei dieser alternativen Wohnform nur Gewinner.

Sie haben Interesse? Hier geht es zu den Bewerbungsbögen für Studierende und Vermieter.

Und hier finden Sie aktuelle Opens external link in new windowWohnraum-Angebote.

 

Kontakt: Krystyna Heidenreich und Franziska Busch (06421/296-113), Email: wfh@studentenwerk-marburg.de  

 

 

 

Verantwortlich: Dr. Uwe Grebe - Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2016